Nord- und Südkorea sind auf Friedenskurs:
Roh & Kim unterschrieben Abschlussvertrag
- Pjöngjang: Einigung nach dreitägigen Verhandlungen
- Gemeinsame Erklärung über Frieden und Wirtschaft

·BILDER: Korea trifft sich zum Handschlag
Das Aufeinandertreffen der beiden Staatschefs
·Vereinbarung beim Korea-Gipfeltreffen
Kernpunkte im Überblick:
Nord-Süd-Annäherung
·Chronik: Beziehung der beiden Koreas
Eine jahrzehntelange Geschichte der Trennung
·Die Hintergründe der Teilung von Korea
Trennung wurde bereits 1943 in Jalta festgelegt
·Der 38. Breitengrad:
Koreas Trennlinie
Schon lange Streit um politische Einflusssphären
·Atommaterial aus Nordkorea in Syrien?
Nordkorea bestreitet
"Atom-Zusammenarbeit"
·Nordkorea stoppt sein Atomprogramm
USA: Konflikt wird bis Jahresende beigelegt
Nord- und Südkorea haben sich zum Abschluss des zweiten Gipfeltreffens in ihrer Geschichte für einen Friedensvertrag ausgesprochen. Beide Staaten "teilen die Meinung, dass sie den derzeitigen Waffenstillstand beenden und eine dauerhafte Friedensregelung finden müssen", erklärten der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il. Dazu strebten sie Gespräche mit China und den USA im kommenden Monat an.
In einer gemeinsamen Abschlusserklärung in Pjöngjang bekräftigen Kim und Roh zudem ihren Willen, bei der Schaffung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel zusammenzuarbeiten. "Süd- und Nordkorea werden eng kooperieren, um militärische Feindseligkeiten zu beenden, Spannungen zu reduzieren und den Frieden auf der koreanischen Halbinsel sicherzustellen." Beide Seiten vereinbarten ferner, sich häufiger zu Gipfelbegegnungen zu treffen.
Zwischen beiden Staaten gilt seit dem Ende des Koreakrieges 1953 ein Waffenstillstand, aber keinen Friedensvertrag. Roh hatte zu Fuß die Demarkationslinie überquert, um zum ersten Mal Kim zu treffen. Danach wurde eine Erklärung veröffentlicht, in der Nordkorea einer Stilllegung seiner wichtigsten Atomanlagen bis Ende des Jahres zustimmt.
Das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm wurde in der Erklärung der beiden Staatschefs lediglich mit einem Satz erwähnt. So hieß es, beide Länder wollten sich für eine reibungslose Umsetzung bereits bestehender Vereinbarung einsetzen. Pjöngjang hatte im Rahmen der Sechsländergespräche in Peking zugesagt, seine Atomanlage in Yongbyon bis Ende Dezember vollständig stillzulegen.
Ihre Wirtschaftsbeziehungen wollen Nord- und Südkorea mit einem regelmäßigen Güterverkehr auf der Schiene über die immer noch stark gesicherte Grenze hinweg verbessern. Außerdem vereinbarten sie eine gemeinsame Fischereizone entlang der zwischen beiden Staaten strittigen Seegrenze. (apa/red)
