Burma: Gambari trifft heute auf Junta-Chef:
UN-Gesandter in prekärer Vermittlerrolle
- Nach Gesprächen mit Oppositionsführerin Suu Kyi
- Sondersitzung der UN in Genf ebenfalls anberaumt

·Burma: Militär be- seitigt Absperrungen
Tempel in Rangun wird weiterhin streng bewacht
·Proteste laut Militär-
Junta gescheitert
UN-Sondergesandter in Burma eingetroffen
·BILDER: Die Proteste der Mönche in Burma
Tausende Menschen gehen auf die Straße
·Pressestimmen zu den Massenprotesten
Die Beziehungen Burma- China als wichtiger Faktor
·Asien-Experte: Kaum Chance für Demokratie
Internationaler Druck auf Junta ist wirkungslos
·Aung San Suu Kyi angeblich in Haft
Symbolfigur der Demo-
kratisierungsbewegung
·GRAFIK: Proteste gegen Militärregime
Statistische Daten und Fakten über Burma
·Die Chronologie der Proteste in Burma
Von den ersten Protesten bis zu den Massendemos
·Chronologie: Der Leidensweg Burmas
Demokratiebewegung 1988 in Blutbad ertränkt
Der burmesische Juntachef General Than Shwe soll heute nach einiger Verzögerung den UN-Sondergesandten Ibrahim Gambari empfangen. Der aus Nigeria stammende stellvertretende UN-Generalsekretär ist von den Vereinten Nationen beauftragt worden, nach den blutig niedergeschlagenen Massenprotesten zwischen den Militärherrschern und der Demokratiebewegung zu vermitteln.
Bereits zuvor war er in Rangun mit der unter Hausarrest stehenden Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi zusammengekommen. Ein Treffen mit dem Juntachef in der neuen Hauptstadt Naypyidaw kam nicht zustande, stattdessen wurde Gambari nach Lashio, 400 Kilometer nordöstlich des Regierungssitzes, gebracht, wo eine Tagung über die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Asien stattfand.
UN-Sondersitzung ohne Sanktionsmöglichkeit
Auf Initiative der EU tritt der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen heute in Genf zu einer Sondersitzung zusammen, um sich mit der Lage in Burma zu befassen. Das Gremium hat keine Sanktionsmöglichkeiten. Die frühere UN-Menschenrechtskommission hatte Burma durch Konsens wegen systematischer schwerer Menschenrechtsverletzungen und Zwangsarbeit verurteilt. Dem Militärregime werden unabhängig von der Unterdrückung der Demokratiebewegung Zwangsarbeit, Folter, brutale Verfolgung von ethnischen und religiösen Minderheiten und Missbrauch von Kindersoldaten zur Last gelegt. (apa/red)
