Ausgangspunkt der Proteste: Militär beseitigt Absperrung um Tempel in Rangun
- Shwedagon-Pagode aber weiter von Soldaten bewacht
- UN-Sondergesandter nach Treffen zurückgekehrt
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In Burmas Millionenstadt Rangun hat das Militär die Absperrungen um den wichtigsten Tempel und Ausgangspunkt der Proteste aufgehoben. Wie Augenzeugen berichteten, wurden die vier Eingänge der Shwedagon-Pagode aber weiterhin von Soldaten gesichert. Auch an vielen Straßenecken der Fünf-Millionen-Stadt seien Sicherheitskräfte positioniert, was Demonstrationen unmöglich mache, sagten sie.
Staatliche Medien hatten die Proteste zuvor für beendet erklärt. Nach Regierungsangaben starben in den vergangenen Tagen zehn Demonstranten. Die tatsächliche Opferzahl ist allerdings unklar. Nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation wurden in Burma in den vergangenen Tagen 1.200 Menschen festgenommen.
UN-Sondergesandte zurückgekehrt
Nach seinem Treffen mit der burmesischen Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi in Rangun ist der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari an den Regierungssitz Naypyidaw zurückgekehrt. Gambari habe sich mehr als eine Stunde lang mit der Friedensnobelpreisträgerin getroffen und sei danach nach Naypyidaw zurückgeflogen, teilte ein UN-Vertreter in Rangun mit.
Gambari hofft nach UN-Angaben auf ein Treffen mit dem burmesischen Militärmachthaber Than Shwe. Zuvor hatte der Sondergesandte andere führende Vertreter der Junta getroffen.
Gambari war von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon nach Rangun geschickt worden, nachdem die Lage in Burma (Myanmar) eskaliert war. Gambari soll im Auftrag der Vereinten Nationen zwischen der Militärführung und der pro-demokratischen Opposition vermitteln.
(apa/red)
