17-Jährige wollte Buben töten: Stülpte Mitpatienten in Psychiatrie Sack über Kopf
- Kind überstand den Zwischenfall zum Glück unverletzt
- Täterin zuvor bereits Hund geschlagen und getreten
Dramatische Szenen haben sich offenbar in der Innsbrucker Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik abgespielt. Eine 17-Jährige hatte versucht, einen siebenjährigen Mitpatienten zu töten. Die junge Frau hatte dem schlafenden Buben einen Plastiksack übergestülpt. Das Kind überstand den Zwischenfall unverletzt.
Unklar war vorerst, ob der Bub durch das Gezerre an seinem Kopf munter wurde und sich den Plastiksack selbst vom Kopf riss. Möglich sei auch, dass die Täterin selbst die Tragweite ihrer Handlung erkannt und ihr Opfer befreit habe. Die 17-Jährige befand sich mittlerweile über richterlichen Auftrag in Untersuchungshaft, berichtete die Tiroler Tageszeitung. Die erste Einvernahme durch Experten des Landeskriminalamts für Tirol hat bereits statt gefunden.
Die Täterin sei psychisch angeschlagen, hieß es. Vor etwa zehn Tagen soll die 17-jährige den Hund einer Nachbarin schwer misshandelt haben - und dabei ähnlich vorgegangen sein wie in der Klinik. Sie soll dabei dem Tier einen Sack über den Kopf gezogen und dann zugeschlagen bzw. -getreten haben. Dabei zertrümmerte sie die Kieferknochen des Hundes mehrfach, weshalb das Tier eingeschläfert werden musste.
Chefermittler Walter Pupp vom Landeskriminalamt hielt sich über die ersten Einvernahmen bedeckt. Es sei Sache des Gerichtes, über einen Sachverständigen die Zurechnungsfähigkeit der Verhafteten zu überprüfen, sagte er. Die Ermittlungen seien noch im Laufen.
(apa/red)
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