Langjährige Mission gestartet: Raumsonde
"Dawn" am Weg zu Asteroiden Vesta & Ceres
- Kamerasysteme aus Deutschland sind mit an Bord
- Sonde soll Erkenntnisse über Sonnensystem liefern

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat erstmals eine langjährige Mission zu zwei verschiedenen Zielen zugleich im All begonnen: Die Raumsonde "Dawn" startete an Bord einer Trägerrakete zu den Asteroiden Vesta und Ceres.
An Bord sind zwei Kamerasysteme, die vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Max-Planck-Institut entwickelt wurden. Von der rund 320 Millionen Euro teuren Mission erhoffen sich die Wissenschaftler Erkenntnisse über die Frühzeit des Sonnensystems.
"Dawn" fliegt mit Ionentriebwerk
"Dawn" soll als erste Sonde überhaupt einen Himmelskörper umkreisen und anschließend zu einem weiteren reisen, um ebenfalls in seine Umlaufbahn einschwenken. Möglich macht die Reise, die bis zum Jahr 2015 dauern soll, ein Ionentriebwerk.
Die Sonde sei für ihn "das erste wirkliche interplanetarische Raumschiff", sagte Chefingenieur Marc Rayman. "Zum ersten Mal haben wir wirklich das Potenzial, wohin zu reisen, anzuhalten, uns detailliert umzusehen, dort unsere Zeit zu verbringen und dann abzureisen."
"Dawn" erreicht 2011 Asteroiden Vesta
Auf ihrer insgesamt 4,8 Milliarden Kilometer langen Reise soll "Dawn" im Jahr 2011 den Asteroiden Vesta erreichen, vier Jahre später ist die Ankunft beim Zwergplaneten Ceres geplant. Ausgewählt wurden beide unter anderem deswegen als Ziele, weil sie zwar etwa zur selben Zeit vor etwa vier Milliarden Jahren entstanden sind, aber unterschiedlicher nicht sein könnten: Vesta ist trocken und steinig, die Oberfläche besteht offenbar aus harter Lava. Viele der auf der Erde entdeckten Meteoriten stammen von dem Asteroiden. Ceres hat dagegen eine eisige Oberfläche und möglicherweise auch eisbedeckte Pole.
Zur Untersuchung der beiden Ziele stehen "Dawn" unter anderem Kameras und ein Infrarot-Spektrometer zur Verfügung. (apa/red)
