Flut verhindert den Schulbeginn in Afrika:
3 Millionen Kinder und Jugendliche betroffen
- Gebäude sind zerstört und viele Menschen geflüchtet
- Viele Schulen dienen Obdachlosen als Notunterkunft
·Afrika: Nach der Flut folgen die Krankheiten
Trinkwasservorräte von Unwetter verunreinigt
Die Flutkatastrophe in 17 afrikanischen Ländern verhindert den Schulbeginn für Millionen Kinder und Jugendliche. Der Nachrichtendienst IRIN der Humanitären Maßnahmen der Vereinten Nationen ging von drei Millionen betroffenen Schülern allein in Westafrika aus. Teilweise sind die Schüler selbst von der Hochwasserkatastrophe betroffen und Schulgebäude wie Krankenhäuser und Wohnhäuser von den Fluten zerstört. In anderen Fällen dienen Schulen Obdachlosen als Notunterkunft.
Die Behörden im westafrikanischen Togo verlegten den Schulbeginn für 1,8 Millionen Schüler deshalb um einen Monat auf Mitte Oktober. In Mali beginnt das Schuljahr Anfang Oktober, zwei Wochen später als üblich.
Im ostafrikanischen Uganda, das besonders stark von der Flutkatastrophe betroffen ist und wo die Regenzeit erst im November endet, befürchten die Behörden eine Hungersnot. "Wir müssen jetzt handeln", sagte Ecweru Musa Francis, Minister für Katastrophenschutz, am Dienstag im Rundfunksender BBC. "Wenn wir das nicht tun, werden die Menschen verhungern, und zwar in einem Ausmaß, dass die internationale Gemeinschaft aufschreckt."
Mehrere Hilfsorganisationen, unter ihnen das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, haben in den vergangenen Tagen zu Spenden für die Flutopfer aufgerufen. In einem sich über 6000 Kilometer erstreckenden Gebiet von Senegal in Westafrika bis Äthiopien am Roten Meer sind nach UN-Schätzungen mehr als 1,5 Millionen Menschen von den Folgen langanhaltender schwerer Regenfälle betroffen. Es handelt sich um die schwerste Flut seit Jahrzehnten in der Region.
(apa/red)
