Donnerstag, 27. September 2007

Betriebliche Vorsorge: "Abfertigung Neu"
wird auf Freie Dienstnehmer ausgeweitet

  • Neue Regelung soll ab 1. 1. 2008 in Kraft treten
  • PLUS: Die geplanten Neuregelungen im Einzelnen

Die betriebliche Mitarbeitervorsorge ("Abfertigung Neu") wird auf freie Dienstnehmer, Selbstständige, Freiberufler sowie Bauern ausgeweitet. Dies kündigte Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein an. Für Freiberufler und Land- und Forstwirte werde ein freiwilliges Opt-in-Modell angeboten, für die anderen ist die Teilnahme verpflichtend.

In das im Jahr 2003 eingeführte Modell der betrieblichen Mitarbeitervorsorge sollen zusätzlich rund 500.000 freie Dienstnehmer, Selbstständige, Freiberufler sowie Land- und Forstwirte einbezogen werden. Ab 1. 1. 2008 soll es daher eine betriebliche Vorsorge für alle geben, erläuterte Bartenstein.

Per Ende August gab es in Österreich 2,34 Millionen Anspruchsberechtigte. Für 1,6 Millionen zahlen derzeit die Arbeitgeber Beiträge ein. In Österreich gibt es neun Mitarbeitervorsorgekassen, in denen per Ende des 2. Quartals 2007 insgesamt 1,365 Milliarden Euro veranlagt sind.

Konkret werden Freie Dienstnehmer ab Anfang 2008 - wie alle Arbeitnehmer - in die betriebliche Mitarbeitervorsorge einbezogen. Dabei werden auch die schon bestehenden Verträge und nicht nur die Neuverträge einbezogen. Die Zahl der freien Dienstnehmer betrug mit Ende August exakt 64.904, davon waren 39.797 geringfügig Beschäftigte. Für alle Selbstständigen wird ein Selbstständigenvorsorgemodell nach dem Vorbild "Abfertigung Neu" geschaffen. Dieses Modell soll für rund 298.000 Menschen gelten, die der Pflichtversicherung in der Krankenversicherung nach GSVG unterliegen, also Gewerbetreibende sowie "Neue Selbstständige".

Für rund 52.000 freiberuflich Selbstständige und rund 139.000 Land - und Forstwirte wird ein freiwilliges Modell (Opt-in-Modell) angeboten. (apa)

27.9.2007 15:33