Konsumentenschützer schlagen Alarm: 87 % haben falsche Haushaltsversicherungen
- Hälfte der Österreicher ist laut Studie unterversichert
- Besonders Prämien stoßen auf harsche VKI-Kritik
Schwere Mängel hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) bei Haushaltsversicherungen festgestellt. Von 300 überprüften Polizzen bestand bei 87 Prozent ein Änderungsbedarf, ergab eine Studie im Testmagazin "Konsument". Die Hälfte der Kunden in Österreich ist demnach unterversichert. Das heißt die Versicherung zahlt bei Schadensfall nur einen Teil des Schadens.
Jeder fünfte dagegen bezahlt zu viel für seine Haushaltsversicherung, sprich zahlt für mehr (Quadratmeter, Sachwerte usw.) als er eigentlich hat.
Besonders negativ fiel den "Konsument"-Experten die Prämien auf. Bei mehr als der Hälfte der geprüften Polizzen wurden in Relation zu Deckung und Versicherungssumme zu hohe Gebühren bezahlt. Im Schnitt gaben die Versicherten 30 Prozent zu viel für ihre Haushaltsversicherung aus. Hier würden Neuverträge fast immer günstigere Prämien bei besserer Deckungssumme anbieten. Die Experten empfehlen daher mehrere Angebote einzuholen und die eigene Haushaltsversicherung mit der anderer Anbieter zu vergleichen, um für sich das beste Resultat zu erzielen.
Dass der Versicherungsschutz im Schadensfall oftmals ins Leere geht, sei zu einem Teil hausgemacht, betonen die "Konsument"-Tester. Viele Versicherten seien schlecht informiert und passen ihre Haushaltsversicherung nicht neuen Gegebenheiten an (Neuanschaffungen, Umbau usw.). (APA)

