Börsengang der Strabag wackelt: Bau-
Konzern will Marktumfeld noch beobachten
- Verschiebung von 8. Oktober auf Beginn 2008 möglich

Der Börsengang des Baukonzerns Strabag wackelt. Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner will erst "im letzten Moment" entscheiden, ob die angepeilte Kapitalerhöhung tatsächlich wie geplant im Oktober gesetzt werden soll, geht aus übereinstimmenden Berichten österreichischer Tageszeitungen hervor. Ursprünglich sollte die Zeichnungsfrist früheren, unbestätigten Angaben zufolge am 8. Oktober starten, die Erstnotiz war für 19. Oktober geplant.
Man sei auf Kurs, sollten aber weitere Finanzskandale die Stimmung an den Märkten dämpfen, werde die Angelegenheit schwierig, schreibt etwa der "Standard". "Wir bereiten uns darauf vor", heißt es im "Kurier". Der Markt müsse aber stabil genug sein. "Wenn wir den Börsengang abblasen, dann mindestens bis zum Frühjahr 2009", sagte der Strabag-Chef. Ähnlichlautende Berichte gibt es in der "Presse" und im "WirtschaftsBlatt".
Neben der Unsicherheit an den Märkten, dürfte ein Börsengang der Strabag auf ein weiteres Problem stoßen: Der russische Oligarch Oleg Deripaska hat im Frühjahr gut gezahlt und ist zu 42 Euro je Aktie in das Unternehmen eingestiegen - darunter "gibt es den Börsengang wohl nicht", schreibt der "Kurier" ohne Angabe von Quellen. Ein solcher Preis über 42 Euro wird von Beobachtern aber auch unter besseren Börsenumständen als hoch empfunden, wie ein Branchenkenner vor drei Wochen sagte.
(apa/red)

