28.9.2007 16:39

Hickersberger will Paul Scharner nicht:
Schiebt Comeback-Gelüsten Riegel vor

  • Teamchef will auf den Wigan-Legionär verzichten
  • Hicke: "Er hat seine Meinung geändert, ich nicht"

Josef Hickersberger hat den Hoffnungen von Paul Scharner auf ein Comeback in der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft einen Riegel vorgeschoben. "Er hat seine Meinung geändert, ich nicht", meinte der Teamchef. Der England-Legionär hatte auf seiner Homepage www.paulscharner.at erklärt, er könne sich eine Rückkehr in die ÖFB-Auswahl vorstellen.

Scharner hatte im August 2006 nach der Heimniederlage gegen Ungarn seinen Team-Abschied erklärt. "Ich habe ihm damals gesagt: 'Entweder du bist jetzt beim Um- und Neuaufbau der Mannschaft dabei, oder du verzichtest auf die Europameisterschaft.' Er hat dann nach einer Bedenkzeit gesagt, dass er nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen will", erzählte Hickersberger.

Aufgrund dieser Vorgehensweise des Wigan-Mittelfeldspielers denkt "Hicke" nicht daran, Scharner wieder einzuberufen. "Wenn ich zu einer Entscheidung gekommen bin, dann stehe ich dazu. Ich habe schon in den letzten Wochen immer gesagt, es gibt keinen Meinungs-Umschwung, auch wenn die Nationalmannschaft und besonders ich derzeit in der Kritik stehen, weil wir zuletzt zwei schlechte Spiele gemacht haben", betonte der 59-Jährige.

Unterstützung durch Stickler
ÖFB-Präsident Friedrich Stickler stellte sich hinter Nationalcoach Josef Hickersberger. "Ich halte diese Entscheidung für absolut nachvollziehbar. Der Teamchef hat Scharner auf die Situation aufmerksam gemacht, und wenn Scharner sagt, es ist aus, dann ist es auch aus", meinte der Lotterien-Boss und ergänzte: "Außerdem steht mir diese Entscheidung nicht zu, sportliche Belange sind Sachen des Teamchefs."

(apa/red)

28.9.2007 16:39
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