Schwach gespielt, aber hoch gewonnen: Bayern München als Meister der Effizienz
- "Anschauungsunterricht an Effektivität & Cleverness"
- Hertha eröffnet am Dienstag Jagd auf Rekordchamp

·KLICKEN: Die Teams der deutschen Liga!
Alle Klubinfos, Trainer und ihre besten Spieler!
·Tabelle: Deutsche Bundesliga 2011/12
KLICKEN: Aktueller Stand
und Ergebnisse der Runde
Die Hertha BSC durfte sich nur einen Tag über die Tabellenführung in der deutschen Bundesliga freuen. Am Sonntag trat Bayern München als Meister der Effizienz auf, gewann bei Aufsteiger Karlsruhe mit 4:1 und hat mit 14 Zählern zwei Punkte Vorsprung auf die Berliner. Beim nüchtern herausgespielten Sieg ließ der deutsche Rekordmeister allerdings spielerisch viele Wünsche offen. Bereits heute wird die Jagd auf die Bayern wieder eröffnet.
"Wir wollen Meister werden, daher darf man gegen einen Aufsteiger keine Punkte abgeben. Wir haben mit unseren Auftritten zu Saisonbeginn einen hohen Maßstab gesetzt. Aber so kann man nicht weiterspielen. Dass die Euphorie irgendwann abflacht, ist normal", äußerte Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld Verständnis für die durchwachsene Leistung seiner Star-Truppe.
Nach Unentschieden in Hamburg und gegen Schalke zählte für den Meistertrainer nur das nackte Ergebnis. "Wir haben in den Spielen zuvor vier Punkte abgegeben und standen daher unter Druck. Wir mussten zulegen, das haben wir getan", meinte Hitzfeld. Auch Manager Uli Hoeneß verkniff sich trotz der bescheidenen Darbietung im Wildparkstadion durchaus berechtigte Kritik. "Wenn wir alle Spiele, die ich nicht so gut sehe, mit 4:1 gewinnen, kann ich damit leben", erklärte Hoeneß.
"Anschauungsunterricht in Sachen Effektivität & Cleverness "
Karlsruhe-Coach Edmund Becker wusste warum seine Elf als Verlierer den Platz verließ. "Wir haben Anschauungsunterricht in Sachen Effektivität und Cleverness erhalten. Sie hatten fünf Chancen und haben vier Tore gemacht." Außerdem habe dem engagierten Aufsteiger ein Vollstrecker gefehlt. "Daran müssen wir arbeiten", meinte Becker, der mit seiner Elf (10.) bereits am Mittwoch bei Eintracht Frankfurt (4./Markus Weissenberger) gastiert.
Hertha gegen Bayern
Da die Bayern erst am Mittwoch in der Allianz-Arena auf das Tabellenschlusslicht Cottbus treffen (Hitzfeld: "Dass wir da drei Punkte holen müssen, ist jedem klar"), hat die Hertha die Chance mit einem vollen Erfolg im Heimspiel gegen Hansa Rostock (17.) wieder kurzfristig an den Münchnern vorbeizuziehen.
Hertha-Kapitän Arne Friedrich forderte deshalb: "Beim 3:2 gegen Dortmund haben wir zum Schluss nur noch rumgekasperlt. Das muss sich ändern". Die Bilanz spricht jedenfalls klar für die Berliner, Hansa beendete keines der bisher acht Erstliga-Gastspiele im Olympiastadion als Gewinner. "Die Mannschaft hat sich zuletzt als Einheit präsentiert. So muss sie auch in Berlin auftreten", betonte Rostock-Trainer Frank Pagelsdorf.
Ebenfalls als klarer Favorit fährt Schalke 04 (5.), das als einziges Team neben den Bayern noch ungeschlagen ist, zum Duell mit Duisburg (15.). "Unser Ziel ist es in dieser Woche alle Punkte mitzunehmen. Jetzt ist Duisburg dran", erwähnte Schalke-Stürmer Gerald Asamoah. Dazu will auch Werder Bremen (Martin Harnik), die gute Leistung beim 4:1-Sieg gegen Meister Stuttgart, im Spiel in Wolfsburg bestätigen. "Wir müssen an der Spitze dran bleiben, um auch unsere eigenen Erwartungen zu erfüllen", sagte Werder-Coach Thomas Schaaf.
Im vierten Dienstagspiel kommt es zum Treffen von Borussia Dortmund (9.) und dem Hamburger SV (6.). Dabei gibt es in Dortmund ein reizvolles Wiedersehen des ehemaligen HSV-Trainers Thomas Doll mit seinen früheren Schützlingen. "Keine Frage, es ist natürlich ein nicht alltägliches Spiel. Ich denke, es freuen sich alle, Doll wieder zu treffen. Die Punkte wollen wir aber dennoch am liebsten mit zurück nach Hamburg nehmen", blickte Piotr Trochowski nach vorn. Es sei "schön", den am 1. Februar in Hamburg entlassenen Doll wieder zu sehen, sagte HSV-Spielgestalter Rafael van der Vaart: "Aber dann müssen wir ihn schlagen."
(apa/red)
JETZT WETTEN MIT HAPPYBET!
