Salzburg-Fans haben von "Trap" die Nase voll: Ablöse des Star-Trainers gefordert!
- Nur 9.000 Zuschauer gegen Kärnten - Pfeifkonzert
- Zickler: "Trainer erreicht uns auf jeden Fall noch"

·Aufreger-Spiel endet mit 3:0-Tor-Reigen
Salzburg paniert Kärnten in den allerletzten Minuten
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Wer fliegt als Nächster vom Schleudersitz?
3:0 gegen Kärnten - inklusive Europacup der achte Sieg in ebenso vielen Heimspielen der laufenden Saison. Dennoch sitzt Startrainer Giovanni Trapattoni in keiner Weise sicherer im Trainersattel von Meister Red Bull Salzburg. Die Fans hatten mit Pfeifkonzerten und Transparenten die Ablöse des Italieners gefordert. Die Spieler stellten sich demonstrativ hinter ihren "Maestro".
Nach dem blamablen 0:3 im Erstrunden-Hinspiel des UEFA-Cups bei AEK Athen hatte Trapattoni erstmals harte Worte für seine Mannschaft gefunden. Es sei sein eigener Fehler gewesen, er habe falschen Spielern vertraut. Dennoch glaubt der 68-Jährige nach wie vor, die Mannschaft zu erreichen. "Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft voll hinter mir steht", versicherte Trapattoni.
"Trap - Wir haben fertig"
Anders das Publikum, das in so geringer Zahl wie noch nie zuvor in der 15-monatigen Trapattoni-Ära (9.000) im EM-Stadion Wals-Siezenheim erschienen war. "Trap - Wir haben fertig", war plakativ zu lesen. Als Protest wurde der eigenen Mannschaft in den ersten 45 Minuten die Unterstützung verwehrt, jeder Fehler stattdessen mit einem Pfeifkonzert quittiert.
"Auch wegen der Stimmung war es ein sehr schwieriges Spiel für uns", erklärte Patrik Jezek, dem erst in der 84. Minute das erlösende 1:0 gelungen war. Erst nach Seitenwechsel hatten die Salzburger begonnen, zusehends ihre Klasse auszuspielen. In der Kabine habe sich das zuletzt häufig kritisierte Starensemble auf drei Punkte eingeschworen. "Wir haben für den Trainer und die Fans gespielt", betonte Jezek.
Kapitän Alexander Zickler, von einem Muskelfaserriss zum Zuschauen verurteilt, brach eine Lanze für Trapattoni. "Man sollte ihn in Ruhe lassen, denn er kann am Wenigsten dafür", erklärte der 33-jährige Stürmer, der derart "brutal schwierige Situationen" laut eigenen Angaben des Öfteren auch beim FC Bayern München durchgemacht hat.
(apa/red)
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