"Indizien gegen McLaren erdrückend": Ecclestone verteidigt das Spionage-Urteil
- Formel-1-Boss unterstützt die Kronzeugenregelung
- Plus: Sieht Spionage künftig nicht mehr als Problem

·Rätselraten in der F1-Spionage-Affäre
FIA-Präsident Mosley: "Zu
viele Fragen noch offen"
·McLaren hat gegen Strafe nicht berufen
Spionage-Affäre: Team akzeptiert Punkteabzüge
·Die Chronologie der Spionageaffäre
Was zu dem harten Urteil gegen McLaren führte
·FIA begründet ihr Urteil auf 14 Seiten
E-Mails mit brisantem Inhalt veröffentlicht
·McLaren: Total- schaden mit 288 SMS
Das ist am 5. August in Budapest geschehen...
Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat in der Spionage-Affäre das harte Urteil gegen McLaren-Mercedes und die Kronzeugenregelung für die Silberpfeil-Piloten Fernando Alonso und Lewis Hamilton verteidigt. Der Chef des Automobil-Weltverbandes FIA, Max Mosley, habe den Fahrern Straffreiheit versprochen für den Fall, dass sie aussagen. "Hätte er ihnen die Punkte weggenommen, hätte er dieses Versprechen gebrochen", erklärte Ecclestone in einem Interview mit der Fachzeitschrift "auto, motor und sport".
McLaren-Mercedes war vom FIA-Weltrat zu der Rekordgeldstrafe von 100 Millionen Dollar (70,9 Mio. Euro) verurteilt worden. Außerdem wurden dem Team alle Punkte in der Konstrukteurswertung aberkannt. Mittlerweile hat der britisch-deutsche Rennstall, dem vorgeworfen wird, im Besitz von geheimen Daten des Rivalen Ferrari gewesen zu sein, auf eine Berufung gegen das Urteil verzichtet. "Es war ein Indizienprozess, und die Indizien gegen McLaren waren erdrückend", stellte Ecclestone fest. "Hier wurden systematisch Informationen auf einer fast täglichen Basis von einem Team zu anderen transferiert."
Ecclestone glaubt, dass Spionage in der Formel 1 künftig kein Problem mehr sein wird. Die meisten Teamchefs würden "nach dieser Strafe sicherstellen, dass so etwas nicht bei ihnen passiert. In dem Urteil ist ein klare Warnung versteckt: Tut so etwas nicht!"
(apa/red)
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