Dienstag, 25. September 2007

Verbleib von Schumacher bei Toyota offen:
Entscheidung fällt spätestens zu Saisonende

  • Gespräche mit Massa seitens Toyota dementiert
  • Schumacher gelassen: " Man sollte einfach abwarten"

Die Entscheidung über die Zukunft von Ralf Schumacher bei Toyota und damit möglicherweise auch über seine Formel-1-Karriere fällt in den kommenden vier Wochen. Er erwarte sie "bis zum Ende der Saison", sagte der Toyota-Teamchef Tadashi Yamashina am Dienstag in Tokio der Deutschen Presse-Agentur. "Wir denken bis jetzt weiter über alle Möglichkeiten nach. Wir haben noch keine Entscheidung getroffen", sagte er fünf Tage vor dem Großen Preis von Japan auf dem hauseigenen neuen Kurs in Fuji.

Obwohl die Zeit davonzueilen scheint - das Saisonfinale wird am 21. Oktober im brasilianischen Sao Paolo gestartet - und die Auswahl an Cockpits für die nächste Saison relativ gering ist, bleibt der 32-jährige Schumacher aber gelassen. "Im Moment verhandelt jeder mit jedem, aber das ist ganz normal", meinte er und riet: "Man sollte einfach abwarten."

Verdeckt Karten von Toyota
Zwischen Schumachers Arbeitgeber Toyota und Ferrari-Pilot Felipe Massa gibt es laut Yamashina keine Gespräche. "Nein, davon weiß ich nichts", sagte der Japaner zu anderslautenden Gerüchten. Die britische Zeitung "Daily Mail" hatte von Verhandlungen zwischen Toyota und Massa seit dem vergangenen Wochenende berichtet.

Vom Kurs abgekommen
Schumacher wollte mit dem Wechsel zu Toyota im Jahr 2005 den langfristig angelegten Angriff auf den Formel-1-Thron starten. Doch der in Köln-Marsdorf beheimatete Rennstall kam immer mehr vom Erfolgskurs ab. Siege waren Fehlanzeige. Im sechsten Jahr der Toyota-Zugehörigkeit zur "Königsklasse" dümpelt das Team im Mittelfeld als Sechster mit mickrigen zwölf Punkten. "Diese Saison ist schon sehr hart", konstatierte auch Ralf Schumacher vor über 200 zumeist japanischen Medienvertretern mit bitterernster Miene.

Ausgerechnet im Heimrennen sollen er und sein Teamkollege Jarno Trulli - 14. und 13. der WM-Wertung mit fünf bzw. sieben Punkten - nun den Karren aus dem Dreck ziehen. "Wir sind zuversichtlich", meinte Trulli. Bei Ralf Schumacher klang das so: "Wir haben realisiert, dass das Rennen am Wochenende ein ganz besonderes wird." (apa/red)

25.9.2007 13:09
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