Prost Mahlzeit! "Fußball-Zwerg" Österreich bei Auslosung für WM-Quali 2010 in Top 5!
- Im zweitschlechtesten Pool mit Armenien & Moldawien
- Hammergruppe auf dem Weg nach Südafrika droht

·GRAFIK: Die Lostöpfe für die WM 2010
Österreich in Topf 5 mit anderen "Top"-Nationen
·IHRE MEINUNG zum österreichischen Team
Mitreden: Sind Sie mit der Leistung zufrieden?
Die EURO 2008 steht vor der Tür, doch beim ÖFB gibt es bereits das nächste Sorgenkind: Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Das UEFA-Exekutivkomitee hat beschlossen, dass die Einteilung der Qualigruppen erstmals nach der FIFA-Rangliste erfolgen wird. Und das bedeutet für Österreich nichts Gutes. Die rot-weiß-rote Auswahl wird bei der Auslosung am 25. November in Durban nur aus Top fünf gezogen. Eine wahre "Hammergruppe" droht.
Top fünf ist der zweitschlechteste Pool der Einteilung, Österreich somit auf einer Stufe mit Armenien, Moldawien und Aserbaidschan und damit selbst ein Fußball-Zwerg. Nur Nationen wie Liechtenstein, Andorra oder San Marino sind noch schlechter eingestuft.
Nur Platz 40 unter 53 Nationen
Schuld an der Misere sind nicht nur die schlechten Leistungen und ausbleibenden Erfolge der jüngsten Vergangenheit, sondern auch die Rechenarithmetik des Weltverbandes und des europäischen Verbandes. In der FIFA-Weltrangliste vom 19. September belegt die ÖFB-Elf Platz 85. Im bereinigten Ranking der UEFA, also der Wertung der europäischen Länder, liegt das Team unter 53 Nationen auf Rang 40. Bei neun Qualifikationsgruppen (acht zu je sechs Mannschaften, eine mit fünf) bedeutet das eine Einteilung in den vorletzten Auslosungstopf.
Dem ÖFB droht damit eine Hammergruppe. Aus Topf 1 wird ein Top-Verband wie Italien, Deutschland, Niederlande oder Frankreich gezogen. Aus Pool 2 sind Gegner wie Griechenland, Schweden oder Serbien möglich. Dazu kommt eine starke Mannschaft aus Topf 3 (Dänemark, Irland, Bulgarien, Schweiz).
Teamchef Josef Hickersberger nahm die voraussichtliche Auslosungs-Konstellation relativ gelassen zu Kenntnis. "Ob wir aus dem vierten oder fünften Topf gezogen werden, macht die Aufgabe, sich für eine WM zu qualifizieren, nicht schwieriger oder einfacher, da wäre Topf zwei die beste Variante gewesen."
Hickersberger: "Ganz schlechte Optik"
Hickersberger begründete den Rückfall in der Weltrangliste folgendermaßen: "Aufgrund der letzten Qualifikationen und der Tatsache, dass wir zuletzt 1998 bei einer WM waren, sind wir eben so eingestuft worden. Dazu kommt, dass wir zuletzt keine Qualifikationsspiele bestreiten konnten und die Resultate aus Freundschaftsspielen nicht so wie Pflichtspiele gewertet werden, auch wenn unsere Ergebnisse zuletzt schlecht waren."
Im Zusammenhang mit der Topf-5-Zuteilung sprach "Hicke" von einer "ganz schlechten Optik" und will nun mit seiner Mannschaft in den vier noch ausstehenden Partien (Schweiz auswärts, Elfenbeinküste, England, Tunesien jeweils daheim) bis zur maßgeblichen Ranglisten-Erstellung einiges an Boden gut machen. "Aber es wird schwierig, unsere Position so zu verbessern, damit wir noch in den vierten Topf kommen", weiß der Niederösterreicher.
Nur die neun Gruppensieger sind fix für Südafrika qualifiziert. Die acht besten Zweiten ermitteln in Ausscheidungsduellen mit Hin- und Rückspielen die restlichen Teilnehmer.
Bei EURO topgesetzt
Für die EURO 2008 im eigenen Land ist Österreich dagegen genauso wie Co-Gastgeber Schweiz an Position eins gesetzt. Sollte sich Griechenland qualifizieren, wäre auch der Titelverteidiger bei der Auslosung am 2. Dezember für eine der vier Vierer-Gruppen topgesetzt. Der vierte Gruppenkopf ist jene Mannschaft mit dem besten Koeffizienten aus den Qualifikationen für die EM 2006 und die EURO 2008.
Einteilung nach dem derzeitigen Stand:
Topf 1
Italien
Deutschland
Niederlande
Frankreich
Spanien
Portugal
England
Kroatien
Tschechien
Topf 2
Rumänien
Schottland
Griechenland
Polen
Ukraine
Schweden
Türkei
Serbien
Russland
Topf 3
Dänemark
Norwegen
Irland
Israel
Bulgarien
Nordirland
Bosnien-Herzegowina
Schweiz
Finnland
Topf 4
Slowakei
Wales
Ungarn
Belgien
Mazedonien
Zypern
Weißrussland
Slowenien
Albanien
Topf 5
Island
Moldawien
Litauen
Österreich
Armenien
Lettland
Georgien
Aserbaidschan
Kasachstan
Topf 6
Malta
Estland
Liechtenstein
Andorra
Luxemburg
Montenegro
Färöer
San Marino
(apa/red)
