GB - Opposition will Klarheit über Wahlen:
Konservative fordern Brown auf zu handeln
- Labour-Partei laut Umfragen derzeit deutlich vorne
- Premier Brown hat theoretisch dennoch bis 2010 Zeit
Der britische Oppositionsführer David Cameron hat Regierungschef Gordon Brown zur Einberufung von Neuwahlen aufgefordert. Der Premierminister solle aufhören zu zaudern, sagte der Chef der Konservativen der "Sunday Times" im Vorfeld des Parteitages in Blackpool. Brown müsse die Gerüchte über baldige Neuwahlen entweder stoppen oder aber einen Termin nennen.
Die Konservativen seien auf jeden Fall bereit für baldige Neuwahlen; er selbst fände diese Aussicht "sehr verlockend", sagte Cameron. Zugleich wies er jüngste Umfragen zurück, die seine Partei weit hinter der regiernden Labour-Partei sehen. "Das Rennen ist offen", betonte Cameron.
Hinauszögern theoretisch bis Mai 2010 möglich
In Großbritannien hat der Regierungschef das Recht, den Wahltermin zu bestimmen. Theoretisch kann sich Brown damit noch bis Mai 2010 Zeit lassen. In der Presse wird aber seit Wochen vermutet, der seit drei Monaten im Amt befindliche Brown wolle sich schon bald von der Bevölkerung bestätigen lassen, möglicherweise bereits Ende Oktober.
Labour derzeit klar an der Spitze
In Umfragen liegt Labour derzeit weit vor den Konservativen, die am Sonntag im Seebad Blackpool zu ihrem Parteitag zusammenkommen. Sie werden seit fast zwei Jahren von Cameron geführt, der gegen Hardliner in den eigenen Reihen zu kämpfen hat. Er kündigte deshalb für Blackpool die ernsthafteste politische Debatte an, die die Partei je erlebt habe. (apa/red)

