Ahmadinejad trifft Chavez und Morales:
Auf der Suche nach "Freunden" gegen Bush
- Iranischer Präsident in Caracas: Empfang von Chavez
- Chavez: "Großer Kämpfer gegen den Imperialismus"

Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad baut seine Kontakte zu den linksgerichteten Staatschefs in Lateinamerika aus. Er traf in Caracas ein, wo er vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez herzlich empfangen wurde. Chavez bezeichnete seinen Gast als "einen der größten Kämpfer gegen den Imperialismus" - ein Seitenhieb auf die USA.
Ahmadinejad sprach seinerseits vom "Ende einer Epoche der Ausbeutung und des Imperialismus" sowie von "sicheren Zeichen eines Aufwachens und einer Revolution, die sich bei verschiedenen Völkern der Welt vereinen". Durch ihre Zusammenarbeit bündelten die Völker Venezuelas und des Irans ihre Macht.
Venezuela und der Iran haben in der jüngsten Zeit nicht weniger als 164 Kooperations-Verträge unter anderem zur Intensivierung der Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Industrie, Handel und Wohnungsbau unterzeichnet. Die Präsidenten beschlossen erst Anfang des Jahres außerdem, die Schaffung eines Fonds in Höhe von zwei Milliarden Dollar zu beschleunigen, mit dem Länder unterstützt werden sollen, die sich vom "Joch des Imperialismus" befreien wollen. Beide Länder sind auch Partner in der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC).
Treffen mit Morales
Ahmadinejad kam aus Bolivien, wo er Präsident Evo Morales traf. Ihm versprach er für die kommenden fünf Jahre Investitionen im Wert von einer Milliarde Dollar (710 Millionen Euro), um dem verarmten Andenstaat bei der Erschließung seiner Energiereserven und Rohstoffe sowie bei Aufbauprojekten zu helfen.
Der iranische Präsident war nach seinem Besuch der UN-Vollversammlung nach Lateinamerika gereist. In New York hatte er sich in einer Rede gegen "arrogante Mächte" verwahrt und seine Entschlossenheit zur Fortführung des iranischen Atomprogramms bekräftigt. (apa/red)
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