Zielobjektsliste im Internet aufgetaucht: Heimische Politiker im Visier des Terrors?
- Auch FP-Chef Strache im Fadenkreuz der Islamisten
- Innenministerium sieht keine "erhöhte Bedrohung"
·2 Islamisten bleiben weiter im Gefängnis
Nächste Haftprüfung in einem Monat angesetzt
Im Internet ist eine Terror-Zielobjektsliste aufgetaucht, auf der auch österreichische Politiker aufscheinen. Sie soll in Zusammenhang mit den in Wien festgenommenen Islamisten stehen. Der Pressesprecher des Innenministeriums, Rudolf Gollia, bestätigte eine entsprechende Aussendung der FPÖ. Eine "erhöhte Bedrohung oder Gefährdung" sei aber nicht gegeben, sagte Gollia zur APA.
Auf der Liste scheint unter anderem FPÖ-Chef Strache auf. Namen weiterer Politiker wollte Gollia nicht nennen. Er bestätigte lediglich eine entsprechende Aussendung der FPÖ. Die Namen seien in Internet-Foren als mögliche Anschlagsziele genannt worden. Auch einen Zusammenhang mit den in Wien unter Terror-Verdacht festgenommenen Islamisten bestätigte Gollia. Eine konkrete Gefahr sei jedoch nicht gegeben. Es werden deswegen neben der Benachrichtigung der Betroffenen keine weiteren Maßnahmen gesetzt.
Die FPÖ kündigte jedenfalls an, die Sicherheitsvorkehrungen rund um Strache zu erhöhen. Die FPÖ werde außerdem ihre "Politik gegen Islamismus und Terrorismus" fortsetzen, so Generalsekretär Vilimsky in einer Aussendung. Vilimsky erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass Strache seit 2005 bereits mehrfach Morddrohungen erhalten habe und sah die Meinungsfreiheit, Demokratie und Frieden in Österreich "ernsthaft gefährdet". Von den anderen Parteien mahnte er einen "Schulterschluss des rot-weiß-roten Patriotismus" ein. (apa)
