Sonntag, 30. September 2007

"Lieber sterben als im Kosovo leben": 15-Jährige aus OÖ flüchtete vor Abschiebung!

  • Staat enthält ihr Recht auf Leben in Österreich vor
  • Brief für Mutter Alarmsignal: Mädchen sehr sensibel

Wie das ORF-Radio Oberösterreich berichtete, ist ein Brief jenes 15-jährigen Mädchens, dessen Familie vor wenigen Tagen in den Kosovo abgeschoben worden ist, aufgetaucht. Das Mädchen schreibt unter anderem in den Brief, dass wenn ihre Familie nicht nach Österreich zurückkomme, sie sich nicht lebend der Polizei stelle.

Der Brief, den die Mutter in ihrem Briefkasten gefunden habe, ist mit einem Computer geschrieben worden und handschriftlich von dem Mädchen unterzeichnet. Das Mädchen schildere in dem Brief, wie sie und ihre Familie ein sehr schönes Leben in Österreich geführt und viele Freunde gehabt hätten. Sie könne sich ein Leben im Kosovo nicht vorstellen, da sie das Land dort kaum kenne und dort einfach verloren sei. Sie hätten im Kosovo kein Haus, kenne niemanden und außerdem hätten ihre Eltern keine Arbeit.

Weiters steht in dem Schreiben, dass die 15-Jährige andauern Beruhigungstropfen nehmen müsse und kaum mehr schlafen und essen könne. Sie wolle eine Ausbildung machen und einen guten Beruf erlernen. Ihre weiter Perspektive sei Österreich. Der Brief sei für die Mutter und Freunde ein Alarmsignal, da das Mädchen besonders sensibel sei. Wo sich die 15-Jährige derzeit aufhält, weiß aber niemand.

Die Familie wurde von der Polizei abgeholt und mit dem Flugzeug in den Kosovo abgeschoben worden. Die Mutter dürfe noch in Österreich bleiben, um zu klären, wo sich das Mädchen aufhalte. (APA/red)

30.9.2007 19:52