Weiterhin keine Spur im Diamantenmord:
1.500 Kontakte müssen überprüft werden
- Mann wurde in Büro in Wien-Josefstadt ermordet
- Laut Polizei noch keine Klarheit über mögliche Beute
Kriminalistische Kleinarbeit beschäftigt nach dem Mord an dem Diamantenhändler Werner Haas die Ermittler weiterhin. Die Spurensicherung am Tatort in Wien-Josefstadt dauert an, auch das Motiv ist weiterhin unklar. Je mehr Geschäftskontakte und je größer das Umfeld, desto umfangreicher sei die Arbeit, so Oberstleutnant Stecher von der Kriminaldirektion 1.
Allein 1.500 Kontakte gibt es im Handy des 46-jährigen Haas, die überprüft werden müssen. Hinzu kommen Daten aus seinem Computer, die erst kommende Woche vorliegen sollen. Auch der Tatort - das Appartement des gebürtigen Steirers - kann erst nach Abschluss der Spurensicherung nach geschäftlichen Unterlagen und fehlenden Gegenständen untersucht werden.
Haas hatte keine Kinder und war mit einer jungen Slowenin liiert. Vor 21 Jahren gründete er mit seiner langjährigen Geschäftspartnerin das internationale Diamantenhandelsunternehmen "De Haas", welches Repräsentanzen in London und Japan beschäftigt.
Werner Haas wurde am Donnerstag zwischen 7.00 und 12.00 Uhr in seinem Appartement in der Lammgasse in Wien-Josefstadt erschossen, so die bisherigen Ermittlungsergebnisse. In seinem Arbeitszimmer trafen den 46-Jährigen zwei Projektile - eines wurde von vorne abgefeuert, das andere von hinten. Der Tresor stand offen, war allerdings nicht völlig leer. Ob und was mitgenommen wurde, muss erst festgestellt werden.
Entdeckt wurde der Tote am späten Donnerstagabend von seiner Geschäftspartnerin, die einen Schlüssel zur Wohnung besaß. Die Polizei geht davon aus, dass Haas seinen Mörder gekannt beziehungsweise selbst herein gelassen hat. Das Appartement war mittels Alarmanlage und Kamera abgesichert, Einbruchsspuren wurden nicht gefunden. (apa/red)

