Schwerer Crash zwischen Pkw und Zug: Zwei Menschen kamen dabei ums Leben
- Bahnübergang: PKW zwischen Schranken eingesperrt
- Kärnten: Güterzug konnte nicht mehr bremsen
Ein Zugunfall hat in Kärnten zwei Menschen das Leben gekostet. Ein Auto war auf einem Bahnübergang in Launsdorf zwischen den Schranken eingeschlossen worden, der Lokführer des nahenden Güterzuges konnte nicht mehr bremsen, das Fahrzeug wurde total zerstört. Augenzeugen berichteten, der Lenker sei trotz Warnsignals unter den sich bereits senkenden Schranken durchgefahren.
Danach versuchte er, in Schlangenlinien auf die andere Seite der Schrankenanlage zu gelangen. Das Auto wurde von der Lokomotive 30 Meter weit mitgeschleift, die Insassen, laut ihren Reisepässen stammen beide aus Kroatien, waren sofort tot.
Das Ehepaar dürfte hier auf Urlaub gewesen sein, das Auto war auf die 65-jährige Frau zugelassen, ihr Mann war 84 Jahre alt. Wo in Kroatien die beiden daheim waren, konnte vorerst nicht geklärt werden. Die Polizei fand am Unfallort zwar die Reisepässe, jedoch keine Fahrzeugpapiere. Der Lokführer blieb bei der Kollision unverletzt, erlitt aber einen Schock, er wurde psychologisch betreut.
Die Südbahnstrecke war eine knappe Stunde lang für den gesamten Verkehr gesperrt, laut ÖBB-Sprecher Christoph Posch kam es dabei zu Verspätungen. Das Unglück wird von einer Kommission untersucht. (apa)
