Giftgas in Admont aus Heizhaus entwichen: Polizei gab nach Stunden aber Entwarnung
- Ausgetretener Stoff weniger gefährlich als gedacht

Zum Glück unbegründete Aufregung hat es nach dem Austritt von gasförmigen Thermo-Öl aus dem Werk der STIA Holzindustrie GmbH im obersteirischen Admont gegeben. Das Öl dürfte laut dem Bezirkshauptmann-Vize von Liezen, Christian Sulzbacher, vermutlich wegen eines Defekts in der Biomasse-Heinzanlage der Firma ausgetreten und über einer heißen Oberfläche verdampft sein. Zuvor war wegen möglicher Lebensgefahr Alarm gegeben worden.
Der Zwischenfall ereignete sich in Admont (Bezirk Liezen). Da vorerst unklar war, welches Gas ausgetreten war, wurde das betroffene Gebäude des Betriebs evakuiert und als Sicherheitsmaßnahme die Umgebung gesperrt. Der Bevölkerung wurde über ORF Steiermark-Radio mitgeteilt, sie solle in ihren Häusern bleiben und die Fenster geschlossen halten. Rund eineinhalb Stunden später wurde Entwarnung gegeben: "Es besteht keine Gefahr für die Umgebung", so Sulzbacher im APA-Gespräch.
Nach dem der BH vorliegenden Sicherheitsdatenblatt hätte durch Thermo-Öl lediglich das Grundwasser gefährdet sein können, meinte der BH-Vize: "Das dürfte wahrscheinlich nicht der Fall sein, weil der betroffene Raum dicht ist und so ausgeführt, dass es auch bei einem möglichen Austritt keine Gefährdung gibt." Meldungen über Verletzte gab es vorerst nicht, ebenso noch keine genaueren Details zum Öl. Laut Sulzbacher hätte Thermo-Öl in großen Mengen eingeatmet Übelkeit verursacht. Laut Polizeiinspektion Admont soll es bei den Mitarbeitern des Betriebs keine Anzeichen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung geben.
(apa/red)
