Renault-Boss will mehr Billigautos bauen: Bis zu 30 % sollen auf Dacia Logan basieren
- Mögliches 3000 Dollar Auto wird momentan geprüft
- Das TREND-Exklusivinterview mit Charlos Ghosn

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Renault-Chef Carlos Ghosn will den Erfolg des Billigautos Dacia Logan nutzen, um die Produktionszahlen zu puschen. "Es ist durchaus möglich, dass die Logan-Plattform zwanzig bis dreißig Prozent der Gesamtverkäufe ausmacht", sagt er in einem Exklusiv-Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "trend".
Ghosn bestätigt, dass der französische Automobilkonzern zurzeit weltweit eine Produktionskapazität für über eine Million Logan aufbaut. "Der Markt für günstige Autos boomt - also Autos, die den Leuten erstmals Zugang zu Mobilität ermöglichen", begründet der Konzernchef diese Entscheidung, "deshalb glaube ich, dass dieses Segment in Zukunft wachsen wird und dass wir ihm Aufmerksamkeit widmen müssen."
3000-Dollar-Auto?
Die Frage, ob Renault gemeinsam mit dem indischen Motorradhersteller Bajaj ein 3000-Dollar-Auto produzieren wird, wird allerdings noch geprüft. Ghosn: "Jetzt geht es einmal darum, das Konzept zu definieren, und wie das Ganze überhaupt funktionieren kann."
CO2-Reduktion
Die Überlegungen der EU-Kommission, der Automobilindustrie künftig verpflichtende Obergrenzen für die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeugflotte vorzuschreiben, begrüßt Ghosn im Gegensatz zu manchen deutschen Kollegen uneingeschränkt, und zwar unabhängig davon, wie diese Regelung letztlich ausschaut: "Wichtig ist, dass es überhaupt zu einer Regulierung der CO2-Emissionen auf EU-Ebene kommt." (OTS/red)
