Montag, 24. September 2007

Bregenzer Citytunnel ab heute gesperrt: Generalsanierung soll acht Wochen dauern

  • Verkehrschaos kann nicht ausgeschlossen werden
  • Umleitungs- und Beschilderungskonzept erarbeitet

Der Bregenzer Citytunnel ist ab heute für Erneuerungsarbeiten für voraussichtlich acht Wochen komplett gesperrt. Die Generalsanierung des 1984 eröffneten Bauwerks, das täglich von 15.000 Fahrzeugen durchfahren wird, soll bis 16. November abgeschlossen sein, erklärte Klaus Fink, Geschäftsführer der Asfinag Alpenstraßen GmbH. Um ein Verkehrschaos zu vermeiden, wurde ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt.

Vorgesehen sind unter anderem die Ausstattung des 1,3 Kilometer langen, einröhrigen Tunnels mit neuer Energieversorgung und modernster Leittechnik sowie die Installierung einer neu gestalteten Löschwasserversorgung oder auch das Vollziehen der sicherheitstechnischen Trennung vom Pfändertunnel. "Insgesamt werden 99 Prozent aller bestehenden Kabel mit einer Gesamtlänge von 76 Kilometern neu verlegt, über 250 Tunnelleuchten montiert, 13 neue Lüfter eingebaut und sämtliche Notrufeinrichtungen erneuert", sagte Fink.

Teilsperre nicht möglich
Eine Teilsperre sei aufgrund dieses Arbeitsaufwands nicht möglich, betonte der Asfinag-Geschäftsführer. Der achtwöchige Zeitplan sei eng bemessen, es werde rund um die Uhr gearbeitet. Die Gesamtkosten der Sanierung bezifferte Fink mit einem Nettobetrag von 4,4 Mio. Euro.

Verkehrschoas
In der Stadt Bregenz sieht man dem angespannt entgegen. "Wir erwarten den Montag mit Respekt und auch Bauchweh", bekannte Bürgermeister Markus Linhart (V). Schon mit dem Citytunnel sei die Verkehrssituation im Großraum Bregenz "brisant". Wie sich die Verkehrsströme in den acht Wochen entwickeln werden, könne man heute nicht sagen. "Es gibt aber Szenarien, und wir haben Vorsorge getroffen", unterstrich der Bürgermeister.

Umleitungen
Als eine von vielen Maßnahmen gegen das drohende Verkehrschaos wurde etwa ein Umleitungs- und Beschilderungskonzept erarbeitet, das die Verkehrsteilnehmer durch die Umfahrungsstrecken führen soll. Grundsätzlich gilt aber der Appell an die Autofahrer, nach Möglichkeit die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Während der Tunnelsperre wird das Angebot im öffentlichen Verkehr speziell verstärkt. "Allein in der Zeit von 7.12 Uhr bis 8.12 Uhr kommen neun Züge am Bahnhof Bregenz an. Das ist großstädtisches Niveau", sagte ÖBB-Regionalmanager Gerhard Mayer. (APA/red)

24.9.2007 09:10