Montag, 24. September 2007

Keine Perspektive mehr für die Zukunft?
Jeder 10. Arbeitnehmer resigniert im Beruf

  • SORA-Studie für Österreichs "Resignationsindex"
  • Je niedriger die Bildung, desto höher die Resignation

Bereits jeder zehnte österreichische Arbeitnehmer hat die Hoffnung aufgegeben, dass sich seine berufliche Situation verbessern wird. Dies zeigt der aktuelle Resignationsindex, der vom Meinungsforschungsinstitut SORA erstellt wurde. 16 Prozent der Arbeiterinnen und 10 Prozent der Arbeiter haben beruflich bereits völlig resigniert, so die Studie.

Bei den öffentlich Bediensteten sieht die Situation ein bisschen besser aus: Hier liegt der Anteil der Mutlosen bei knapp 10 Prozent, ebenso bei den weiblichen Angestellten. Am wenigsten völlig resignierte Arbeitnehmer sind unter den männlichen Angestellten zu finden (7 Prozent).

Bei Arbeitnehmern mit Pflichtschulabschluss ist die berufliche Resignation am höchsten, so ein weiteres Studienergebnis. Mit steigendem Bildungsabschluss sinkt die Resignation im Job aber deutlich ab.

Ältere Arbeitsnehmer besonders betroffen
Festgestellt wurde auch, dass ältere Arbeitnehmer von der beruflichen Resignation am stärksten betroffen sind. Die meisten Personen, die glauben, dass sich die berufliche Situation nicht verbessern wird, ist 56 Jahre und älter. Die mittleren Altersgruppen weisen hingegen noch intakte Erwartungen an den Beruf aus, dies gilt besonders für die 31- bis 35-Jährigen.

Der höchste Resignationsindex ist bei den Männern im Bereich Verkehr, Transport und Nachrichten feststellbar, bei den Frauen sind es die Bereiche Einzelhandel sowie Industrie und Gewerbe. Beschäftigte im Bereich Geld und Versicherung weisen die niedrigsten Indexwerte auf. (apa/red)

24.9.2007 10:27