Auch Nationalbank prüft in "Meinl-Affäre": Eigenes OeNB-Team soll Aufklärung bringen
- "Profil": FMA und OeNB untersuchen "abgestimmt"
- OeNB prüft markt- und kreditrisikorelevante Fragen
·FORMAT: Das System Meinl unter der Lupe
MAI, MEL und MIP als sprudelnde Geldquellen!
·MEL-Krise schadet vor allem Meinl selbst
Umfrage ortet hohen Glaubwürdigkeitsverlust
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, hat neben der Finanzmarktaufsicht (FMA) nun auch die Oesterreichische Nationalbank mit einer eigenen Sonderprüfung der Meinl Bank begonnen. In einer dem Magazin übermittelten schriftlichen Stellungnahme der FMA heißt es: "Die FMA hat am 13. September einen Prüfauftrag an die Oesterreichische Nationalbank erteilt. Wie gesetzlich festgelegt, hat die FMA bei der Prüfung des Markt- und Kreditrisikos einer Bank nach Bankwesengesetz die Oesterreichische Nationalbank mit der Vor-Ort-Prüfung zu beauftragen.
Die FMA prüft die kapitalmarktrechtlichen Fragen in ihrer Rolle als Wertpapieraufsicht und die OeNB die markt- und kreditrisikorelevanten Fragen." Und weiter: "Es sind somit gegenwärtig zwei Prüfteams vor Ort - ein Prüfteam der FMA und ein Prüfteam der OeNB -, die abgestimmt und ergänzend vorgehen." Ein Sprecher der Meinl Bank dazu: "Wir haben selbst größtes Interesse daran, dass die im Raum stehenden Vorhalte rasch und lückenlos aufgeklärt werden."
Wie "profil" weiters berichtet, will die Immobiliengesellschaft Meinl European Land Limited (MEL) bereits am 24. September ein Maßnahmenpaket präsentieren. Der Beschluss wurde in einer Sitzung der MEL-Gremien am 18. September in Zürich gefasst. Nach "profil" vorliegenden Informationen soll unter anderem der Firmensitz von Jersey nach Österreich verlagert, das Geflecht aus Holding- und Managementgesellschaft aufgelöst und die umstrittenen börsenotierten Zertifikate durch echte Aktien ersetzt werden.
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