19.9.2007 14:36

Andreas Ivanschitz gibt sein Comeback:
Steht im Uefa-Cup-Kader von Panathinaikos

  • "Die Topvereine sind in Griechenland sehr stark"
  • Zu Pogatetz: "Eigentlich warte ich auf seinen Anruf"

Nationalteamkapitän Andreas Ivanschitz steht im UEFA-Cup nach eineinhalb Monaten Verletzungspause wieder im Kader von Panathinaikos Athen. Mit der APA sprach der 23-jährige Burgenländer vor seinem Comeback über die Chancen seines Ex-Clubs Red Bull Salzburg bei AEK Athen, seine Position in der "Causa" Pogatetz und den Vorsatz, auch sich selbst in die Pflicht zu nehmen.

APA: Ihr Comeback gegen Artmedia Bratislava steht unmittelbar bevor. Ist das Knie wieder ganz in Ordnung?

Ivanschitz: "Dem Knie geht es gut. Ich bin seit mehr als zwei Wochen wieder im Training. In den vergangenen Tagen war ich schon vollkommen beschwerdefrei. Es braucht aber sicher einige Spiele, bis ich wieder meinen Rhythmus bekomme."

APA: Sie spielen auch diese Saison auf Leihbasis bei Panathinaikos. Ihr Ex-Club Red Bull Salzburg trifft auf AEK Athen. Gibt es einen Favoriten?

Ivanschitz: "Mit diesbezüglichen Aussagen muss ich mich eher zurückhalten. Ich möchte mich primär auf meine Aufgabe bei Panathinaikos konzentrieren. Aber ich sehe Chancen auf beiden Seiten. Informationen über AEK habe ich aber an niemanden aus Salzburg weitergegeben."

APA: Lässt sich das Niveau in der griechischen und der österreichischen Liga vergleichen?

Ivanschitz: "Da ist nicht großartig viel Unterschied - vor allem im Mittelfeld. Die Topvereine sind in Griechenland aber sehr, sehr stark. Einer spielt fix in der Champions League, mehrere im UEFA-Cup. Das macht schon viel aus. Außerdem wird die griechische Liga heuer etwas ausgeglichener werden."

APA: Was sind Ihre persönlichen Saisonziele mit Panathinaikos?

Ivanschitz: "Ein Verein wie Panathinaikos will immer den Meistertitel. Wir wollen mit den Topvereinen mithalten und in die UEFA-Cup-Gruppenphase."

APA: Emanuel Pogatetz könnte nach der Umwandlung seiner Sperre schon bald ein Comeback im ÖFB-Team geben. Haben Sie bereits mit ihm gesprochen?

Ivanschitz: "Eigentlich warte ich auf seinen Anruf. Ich werde ihn nicht anrufen. Es ist seine eigene Schuld gewesen. Er hat sich in diese Position gebracht. Aber ich bin gerne bereit, mit ihm zu reden. Er muss in der Mannschaft wieder akzeptiert werden. Das gehört in der Mannschaft ausgesprochen."

APA: ÖFB-Präsident Friedrich Stickler hat mit Roland Linz zuletzt namentlich einen Spieler kritisiert. Ist das der richtige Weg?

Ivanschitz: "Das ist die Meinung des Präsidenten. Aber bei diesen Spielen hat nicht nur der Roli einen schlechten Tag erwischt. Man kann ihm die Niederlage nicht alleine vorwerfen. Der Präsident hat das wohl eher so gemeint, dass einige Spieler den Ernst der Lage nicht erkennen. Wir müssen einige Spieler aufwecken. Es ist keine Selbstverständlichkeit, im Nationalteam zu spielen, sondern eine Ehre. Ich werde meinen Teil dazu beitragen und jeden in die Pflicht nehmen. Auch mich selbst."

(apa/red)

19.9.2007 14:36
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