Schwere Aufgabe: Austria verteidigt gegen Sturm Graz Heimserie und Tabellenführung
- Wiener in Liga zu Hause sechs Spiele ungeschlagen
- Heute: Spiel ab 15.30 h LIVE im networld-Ticker
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Nach dem 2:0-Sieg im UEFA-Cup gegen Vaalerenga verteidigt die Wiener Austria heute (15:30 Uhr LIVE im networld-Ticker) gegen Sturm Graz nicht nur die Tabellenführung, sondern auch eine mittlerweile beachtliche Heimserie. Seit dem 12. Mai, als man ausgerechnet Sturm 0:1 unterlag, blieben die Violetten in sechs Meisterschaftsspielen vor eigenem Publikum ungeschlagen. Auf einen Heimsieg gegen die Schwarz-Weißen aus Graz wartet die Austria allerdings schon seit dem 14. August 2005, seither gab es für die Favoritner im Horr-Stadion zwei Remis und eine Niederlage.
Die Grazer erwiesen sich in den vergangenen Wochen als Rapid-Schreck, bezwangen die Hütteldorfer gleich zweimal. Dem 1:0 in Graz folgte mit dem beeindruckenden 5:1 in Wien der erste Sturm-Auswärtserfolg der laufenden Saison. Nicht nur deshalb hält Austria-Trainer Georg Zellhofer nichts von einer klaren Favoritenrolle für seine Truppe. Der Oberösterreicher eröffnete ein dezentes "Geplänkel" mit seinem deutschen Gegenüber Franco Foda, der mit Sturm auf Platz vier, aber nur drei Punkte hinter dem violetten Leader lauert.
"Franco Foda hat sich mittlerweile zu einem Meister des Understatements entwickelt. Schön langsam kann ich ihn nicht mehr hören. Sturm hat mit Prödl, Salmutter und Säumel drei aktuelle Teamspieler. Dazu kommen ein Haas oder ein Muratovic, die sicher auch nicht für die gute steirische Luft spielen", meinte Zellhofer vor dem zweiten Saisonduell nach dem 2:2-Auswärtsremis zum Auftakt. "Sturm hatte außerdem im Gegensatz zu uns die ganze Woche Zeit, sich auf das Spiel vorzubereiten."
"Sehe die Dinge realistisch"
Der Sturm-Coach reagierte gelassen auf die Bemerkungen des Austria-Kollegen: "Das hat nichts mit Understatement zu tun, ich sehe die Dinge realistisch. Wenn ich Kader und Budget von Austria oder Rapid habe, will ich um die Meisterschaft spielen. Wir haben im Sommer viel umstrukturiert, die Mannschaft braucht noch Zeit." Den guten Start in die Meisterschaft habe Foda in dieser Form nicht erwartet. "Es ist zu erwarten, dass wir manchmal außerordentlich gut und manchmal weniger gut spielen werden." In Wien würden die Trauben gegen die Austria jedenfalls genau so hoch hängen wie gegen Rapid.
Zellhofer, der mit seinem Team nach dem 1:2-"Ausrutscher" in Kärnten auch in der Meisterschaft wieder in die Erfolgsspur zurück will, hofft im Vergleich zum Vaalerenga-Heimspiel auf einen Vorteil: "Sturm wird vielleicht mehr mitspielen." Mit Ertl, Sulimani, Lafata oder Mair habe er genug Spieler in der Hinterhand, um nach dem internationalen Auftritt ("das steckt in den Beinen") eventuell frisches Blut in die Mannschaft zu bringen. Foda dürfte seine Elf im Vergleich zum Rapid-Triumph kaum umstellen, obwohl sich der Deutsche von den Trainingsleistung des Jung-Stürmers Stankovic sehr angetan zeigte.
Austria-General-Manager Thomas Parits freut sich jedenfalls auf ein interessantes Duell "mit vielen Kandidaten für das Nationalteam auf beiden Seiten". Der Schlager der elften Runde sei daher ein Pflichttermin für ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger. Bis Freitag waren für die Begegnung übrigens schon 7.000 Karten abgesetzt. Im Rahmen der Schulaktion werden 800 Schüler im Horr-Stadion mitfiebern.
(apa/red)
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