Der LASK entführt drei Punkte aus Kärnten:
Klarer 4:1-Auswärtserfolg für die Linzer
- LASK-Coach Daxbacher von Mijatovic beeindruckt
- Brasilianer Wendel erzielt seinen ersten Saisontreffer

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Der LASK ist weiterhin das große Überraschungsteam der Bundesliga. Nach dem klaren 4:1-Auswärtssieg gegen Austria Kärnten in der Klagenfurter Hypo-Group-Arena liegen die Linzer weiter im absoluten Spitzenfeld der Meisterschaft.
Bei den Linzern fragte niemand nach Christian Mayrleb, das starke Offensivduo Ivica Vastic ("Wir haben ein ausgezeichnetes Klima im Verein") und Mario Mijatovic ließ den Ausfall des für fünf Spiele gesperrten Routiniers vergessen. Vastic traf mit einem sehenswerten Weitschuss zum 1:0 (28.), Mijatovic erzielte gleich nach dem Seitenwechsel mit einem Volleyschuss das 2:0 (54.). "Mijatovic hat seine Chance wirklich genützt. Dass er mit dem rechten Fuß so einen Volleyschuss macht, hätte ich nie für möglich gehalten", war Coach Karl Daxbacher von dem Treffer des Kroaten beeindruckt.
Obwohl Mijatovic nach einem Luftzweikampf mit Kärntens Stürmer Thierry Fidjeu-Tazemeta in der 62. Minute verletzungsbedingt ausgetauscht wurde, dürfte er am Mittwoch beim Heimspiel gegen die Austria wieder von Beginn an stürmen. "Ich bin auf die Schulter gefallen und habe leichte Schmerzen gespürt. Für das nächste Spiel wird es aber, glaube ich, kein Problem sein", sagte der zwölffache Red-Zac-Liga-Torschütze des Vorjahres.
"Tabellenführung nur Momentaufnahme"
Erfolgscoach Daxbacher hofft, dass seine Mannschaft trotz des derzeitigen Erfolgs am Boden bleibt. "Die Tabellenführung ist nur eine Momentaufnahme. Wenn wir nicht zu euphorisch werden, traue ich der Mannschaft auch am Mittwoch gegen die Austria einen Sieg zu." Das Rezept wie man gegen Wiener Clubs besteht, scheint der 54-Jährige ja zu kennen, gegen Rapid gab es einen 2:0-Heimsieg, im Horr-Stadion bei der Austria immerhin ein 1:1-Remis.
"Nur" 10.800 Zuseher in Klagenfurt
Die Kärntner, bei denen Stürmer Roland Kollmann nach einer Verletzung beim Aufwärmen passen musste, konnten nicht an die Leistung beim 2:1-Heimsieg gegen die Austria vor einer Woche beim ersten Meisterschaftsspiel in der Klagenfurter EM-Arena anschließen. Auch die Fan-Unterstützung war gegenüber dem "Auftakt-Spiel" (22.045 Zuschauer) mit 10.800 Besuchern erwartungsgemäß deutlich geringer.
"Das Zweikampfverhalten war nicht vorhanden, außerdem haben haben wir nicht taktisch diszipliniert gespielt. Vielleicht darf man manche nicht zu viel loben", nannte Kärnten-Coach Walter Schachner die Gründe für die Niederlage. Seine Elf sei noch nicht so weit "Kontinuität hineinzubringen und Siege wie gegen die Austria zu bestätigen." Kärntens "Unglücksrabe" Wolfgang Bubenik, der ein Eigentor erzielte und beim Vastic-Treffer den 37-Jährigen nicht entscheidend attackierte, resümierte: "Wir haben unglücklich und nicht clever genug agiert. Vielleicht sind wir zu lasch hineingegangen." Die Kärntner sind nach der zweiten Saisonniederlage gegen den LASK mit neun Zählern Rückstand auf den Tabellenführer weiterhin nur Achter.
(apa/red)
SK Austria Kelag Kärnten - LASK Linz 1:4 (0:1)
Klagenfurt, Wörthersee-Stadion, 10.800, SR Grobelnik
Torfolge:
0:1 (28.) Vastic
0:2 (54.) Mijatovic
1:2 (72.) Kabat (Foulelfmeter)
1:3 (77.) Bubenik (Eigentor)
1:4 (84.) Wendel
Kärnten: Schranz - Bubenik, Weber, Ortlechner, Prawda (66. Kabat) - Wolf, Ledwon, Zakany (86. Riedl), Hauser (72. Krajic) - Fidjeu-Tazemeta, Mössner
LASK: Cavlina - Klein, Baur, Hoheneder, Klapf - Hota, Wendel (87. Hamdemir), Panis, Dollinger (83. Pichler) - Vastic - Mijatovic (62. Saurer)
Gelbe Karten: Bubenik, Weber, Zakany bzw. Mijatovic, Klapf, Hoheneder
(apa/red)
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