SV Ried blamiert sich beim SV Mattersburg: Mörz-Festspiele vs. dezimierte Innviertler
- Pleite für Gäste aus OÖ trotz früher 1:0-Führung
- Burgenländer nach Kantersieg an der Tabellenspitze
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an Pflichtübung Altach
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Klarer 4:1-Auswärtssieg für die Oberösterreicher
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einen etablierten Verein?
Die SV Ried war als beste Auswärtsmannschaft der T-Mobile Fußball-Bundesliga mit viel Selbstvertrauen nach Mattersburg gereist, verlassen hat der Vizemeister das Burgenland mit einer 1:5-(1:2)-Schlappe. Nach einem turbulenten Spiel mit vielen Toren und zwei Roten Karten ziert die Lederer-Elf zum dritten Mal in der laufenden Saison zumindest zwischenzeitlich die Tabellenspitze.
Die Oberösterreicher hielten nur in der Anfangsphase mit und schwächten sich beim Stand von 1:2 mit zwei Roten Karten entscheidend. Der Vizemeister ist vor den restlichen Spielen der 11. Runde weiter nur Tabellen-Siebenter. Die Burgenländer revanchierten sich für die Vorsaison, in der es für Mattersburg in vier Duellen nur zu einem Punkt gereicht hatte, darunter war eine ebenso empfindliche 2:6-Auswärtsschlappe im Innviertel. Schon das Hinspiel im Juli in Ried hatte Mattersburg mit 2:1 für sich entschieden.
Kraft lädt Ärger auf Schiedsrichter ab
Der schwer enttäuschte Ried-Trainer Helmut Kraft lud seinen Ärger auf Schiedsrichter Hofmann ab, der Rzasa (44.) wegen Tätlichkeit und Glasner (55.) wegen Torraubs vom Platz gestellt hatte. "Katastrophale Leistung, von der ersten Minute an gegen uns gepfiffen" war von Kraft in Richtung des Unparteiischen zu vernehmen. Dabei hatte das Spiel für die Oberösterreicher noch gut begonnen, da Salihi in der 24. Minute entgegen des Spielverlaufes die Führung erzielt hatte.
Danach sorgte ÖFB-Teamspieler Michael Mörz mit einem Hattrick binnen 20 Minuten im Alleingang für den Umschwung. "Wir haben heute alles hineingehauen", zeigte sich der Mittelfeldspieler mit der "sehr guten Leistung" zufrieden. Coach Franz Lederer lobte sein Team, das sich allerdings 22 Minuten lang schwergetan habe. "Wir haben das Spiel noch vor den Ausschlüssen unter Kontrolle gebracht. In der zweiten Hälfte war es natürlich leicht, aber man muss auch erst einmal Tore machen."
Kraft schimpfte zwar auf den Schiedsrichter, blickte danach aber schon wieder auf kommende Aufgaben. "Wichtig ist, dass wir das Spiel abhaken und für Mittwoch eine Mannschaft auf die Beine stellen, die an die Leistung der ersten dreißig Minuten anknüpfen kann. Wir werden die beiden Ausfälle verkraften", meinte der Tiroler. Für Ried-Tormann Hans-Peter Berger wogen die Ausschlüsse schwerer: "Der Frust ist groß, wir wollten punkten, haben aber eine Abfuhr und zwei rote Karten bekommen. Die Aufgabe für die nächsten zwei Spiele wird enorm schwierig".
Bei den Riedern enttäuschte Heimkehrer Muhammet Akagündüz im Sturm und wurde schon zur Pause ausgewechselt. In Runde zwölf am Mittwoch trifft Ried zu Hause auf Altach, Mattersburg gastiert bei Rapid.
SV Mattersburg - SV Ried Endstand 5:1 (2:1)
Mattersburg, Pappelstadion, 6.400, SR Hofmann
Torfolge: 0:1 (24.) Salihi
1:1 (37.) Mörz
2:1 (43.) Mörz
3:1 (56.) Mörz
4:1 (62.) Schmidt
5:1 (69.) Jancker
Mattersburg: Borenitsch - Pauschenwein, Sedloski, Mravac, Atan - Kühbauer, Mörz (84. Lindner), Schmidt (76. Mansberger), Fuchs -Naumoski, Jancker (71. Th. Wagner)
Ried: Berger - Pichorner, Glasner, Jank, Rzasa - Hackmair (58. Brenner), Dospel, Kovacevic, Drechsel - Salihi (73. Erbek), Akagündüz (46. Kujabi)
Rote Karten: Rzasa (44./Tätlichkeit), Glasner (55./Torraub)
Gelbe Karten: Sedloski bzw. Drechsel, Salihi, Kovacevic, Dospel
(apa/red)
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