McLaren: Verzicht auf Berufung gegen FIA?
"Sind geneigt, die Sachen ruhen zu lassen"
- Entscheidung für Berufung spätestens am Mittwoch

·McLaren: Total- schaden mit 288 SMS
Das ist am 5. August in Budapest geschehen...
·Alonso Kronzeuge bei
der Spionage-Affäre
Dicke Luft zwischen Welt- meister und Ron Dennis
·McLaren-Krise stoppt
Transfer-Karussell
Klien gibt sich hoffnungs- voll, Wurz zurückhaltend
·Die Chronologie der Spionageaffäre
Was zu dem harten Urteil gegen McLaren führte
·Team McLaren be- teuert seine Unschuld
"Haben keinerlei fremdes Gedankengut verwendet"
·Niki Lauda findet Urteil "extrem hart"
Dreifacher Weltmeister befürchtet Imageschaden
Im Endspurt der Formel-1-Saison wollen sich die McLaren-Mercedes-Verantwortlichen auf den Sport konzentrieren und den Spionage-Skandal offenbar zu den Akten legen. Vieles deutet darauf hin, dass auf einen Einspruch gegen die Rekord-Strafe von Paris verzichtet wird. "Wir müssen noch überlegen, was wir mit der Berufung machen. Aber wir sind eigentlich eher geneigt, die Sache ruhen zu lassen. Das wäre wohl das Beste für die Formel 1", sagte Teamchef Ron Dennis nach dem Großen Preis von Belgien.
Die Anwälte wägen akribisch das Für und Wider einer weiteren Gerichtsrunde ab. Bis spätestens 19. September muss man sich entscheiden. Für diesen Tag ist die Berufungsverhandlung im "Fall Budapest" vor dem Internationalen Automobil-Verband FIA angesetzt. Weil Titelverteidiger Fernando Alonso damals im Qualifying seinen Teamkollegen Lewis Hamilton absichtlich an der Box aufgehalten hatte, strich der Motorsport-Weltrat dem britisch-deutschen Rennstall später alle Ungarn-Punkte für die Konstrukteurs-Wertung.
Nur gemeinsam mit Weltrats-Entscheidung anfechtbar
Das juristische K.O. in der Spionage-Affäre hat für eine neue Ausgangslage gesorgt: Da McLaren-Mercedes nun neben der satten 100 Millionen Dollar-Strafe aus der Team-WM ausgeschlossen wurde, würde eine Berufung gegen das Ungarn-Urteil nur dann Sinn machen, wenn das Team auch die weiterreichende Weltrats-Entscheidung anfechten würde. Danach sieht es nach den jüngsten Äußerungen aber nicht aus. (apa/red)
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