"Chemie-Ali" erneut vor Gericht: Wegen Niederschlagung von Schiiten-Aufstand
- Saddam-Komplize bereits zum Tode verurteilt
Im Irak wird heute ein Prozess gegen den als "Chemie-Ali" bekannten Ali Hassan al-Majid wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit fortgesetzt. Der 66-Jährige, der als "rechte Hand" des ehemaligen Machthabers Saddam Hussein gilt, wird der blutigen Niederschlagung eines Schiiten-Aufstands 1991 im Südirak beschuldigt. Damals sollen knapp 100.000 Menschen ums Leben gekommen sein.
Majid war seinerzeit Kommandant der republikanischen Garden von Saddam Hussein. Der Oberste Gerichtshof des Irak hatte den früheren Führer der Baath-Partei bereits Anfang September wegen seiner Verantwortung für den Tod von 182.000 Kurden zum Tode verurteilt. Mit Majid sind 14 weitere Männer vor dem Obersten Strafgerichtshof angeklagt. Der Prozess war am 23. August nach Zeugenanhörungen vertagt worden.
(apa/red)
