Atommaterial aus Nordkorea in Syrien entdeckt: Nordkorea dementiert Vorwürfe
- Atomare Gefahr Grund für Israels Syrien-Luftangriff?
- Washington: Gibt Beweise für atomare Tätigkeiten
Vor dem israelischen Luftangriff auf eine syrische Militäranlage in Dayr el Tswar am 6. September sollen israelische Eliteeinheiten dort Atommaterial aus Nordkorea beschlagnahmt haben. Dies berichtet die "Sunday Times" unter Berufung auf gut informierte Kreise. Das Material sei inzwischen in Israel untersucht und die nordkoreanische Herkunft dabei nachgewiesen worden.
Das Material sei vor dem Angriff bei einem Spezialeinsatz ausfindig gemacht worden, heißt es in dem Bericht weiter. Ein Datum für diesen Einsatz wird nicht genannt.
Ein namentlich nicht genannter US-Regierungsvertreter wurde mit den Worten zitiert, die Belege für die atomare Tätigkeit seien Washington zugänglich gemacht worden, bevor die US-Regierung für den Angriff mit F-151-Bombern grünes Licht gegeben habe. Der Einsatz sei vom israelischen Verteidigungsminister Barak persönlich geleitet und von einer Elite-Einheit ausgeführt worden.
Nordkorea hatte wiederholt bestritten, Erkenntnisse aus seinem Atomprogramm mit Syrien auszutauschen. Die US-Regierung bemüht sich seit Jahren, auf diplomatischem Wege die vollständige Einstellung des nordkoreanischen Atomprogramms zu erreichen. Der israelische Luftangriff auf syrischem Territorium war erst mit mehrtägiger Verzögerung von der US-Regierung bestätigt worden. (apa)
