Samstag, 22. September 2007

Ebola-Virus im Kongo breitet sich weiter aus: Bereits neun Menschen sind infiziert

  • Tödliche Krankheit löst schwere innere Blutungen aus

In dem mittelafrikanischen Land Kongo sind weitere Fälle der tödlichen Ebola-Krankheit nachgewiesen worden. Damit erhöhte sich die Zahl der mit dem Virus infizierten Menschen auf neun.

Nach Angaben kongolesischer Gesundheitsbehörden starben in den vergangenen vier Monaten in der Region Kasai Occidental 167 Menschen an Krankheiten, wobei allerdings nicht klar ist, wie viele der in bis zu 90 Prozent der Infektionen tödlichen Ebola-Krankheit zum Opfer fielen. WHO-Sprecherin Christiane Salvi sagte, einige von rund 40 aus der Region eingeschickten Proben seien zwar negativ bezüglich Ebola, aber positiv bei Tests auf Durchfallkrankheiten und Typhus gewesen. Ergebnisse von Dutzenden weiterer Proben stünden noch aus.


Dem letzten großen Ausbruch des Ebola-Virus in Kongo fielen 1995 in der Region Kikwit 245 Menschen zum Opfer. Kikwit ist 300 Kilometer von der Region des jetzigen Ausbruchs entfernt. Nach WHO-Angaben starben seit Entdeckung des Ebola-Virus 1976 in Kongo und Sudan mehr als 1.000 Menschen an der Krankheit.

Die Bezeichnung der Krankheit geht auf den Fluss Ebola im Kongo zurück, an dem das Virus zuerst aufgetreten ist. Sie wird bei direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Sie löst schwere innere Blutungen aus, die zumeist binnen kurzer Zeit zum Tode führen. Eine Heilung gibt es nicht, 50 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Das Virus kann von Affen übertragen werden, die in vielen mittelafrikanischen Regionen gejagt werden, um gegessen zu werden.

(apa/red)

22.9.2007 21:58