Samstag, 22. September 2007

Castro erstmals seit Monaten wieder im TV:
Kubanischer Präsident stark abgemagert

  • Vor 1 Jahr wegen Darmerkranung ins Krankenhaus
  • Präsident Chavez: "Fidel wäre schon fast gestorben"

Der stark abgemagerte kubanische Präsident war offenbar bei relativ guter Gesundheit. Er wurde vor mehr als einem Jahr wegen einer schweren Darmerkrankung ins Krankenhaus eingeliefert. Seit einer Operation im Juli 2006 werden die Staatsgeschäfte auf der Karibikinsel von seinem Bruder Raul geführt.

Wiederholt hatte es Gerüchte gegeben, der Gesundheitszustand Fidel Castros habe sich dramatisch verschlechtert. Am 5. Juni war ein Video Castros ausgestrahlt worden, zum Nationalfeiertag am 26. Juli und zu seinem Geburtstag am 13. August gab es keine Neuigkeiten.

Nuun hatte der venezolanische Präsident Chavez gesagt, dass der kubanische Präsident fast gestorben wäre und nur durch massive Bluttransfusionen überlebt habe. "Sie haben ihm ich weiß nicht wie viele Bluttransfusionen verabreicht, sie haben sein ganzes Blut ausgetauscht", sagte Chavez. Mittlerweile sei der 81-Jährige aber wieder "ganz der Alte". Castro sei glücklich. "Er sagte mir, 'Chavez, ich brauchte diese Krankheit, um endlich Zeit zum Fernsehen, Nachdenken und Schreiben zu haben'", so der venezolanische Präsident. (apa)

22.9.2007 09:15