Älteste Französin starb mit 112 Jahren:
Frau blieb die letzten 15 Jahre nur daheim
- Erster und letzter Mann starb im Ersten Weltkrieg
Die älteste Französin, eine frühere Bibliothekarin aus Cannes, ist mit 113 Jahren gestorben. Simone Capony sei sanft entschlafen, sagte einer ihrer Neffen, Rene Capony, der Nachrichtenagentur AFP. "Ihr Herz hat aufgegeben."
Die alte Dame, die kaum noch hören und sehen konnte, hatte ihre Wohnung an der Mittelmeerküste seit 15 Jahren nicht mehr verlassen. Sie war mit 99 Jahren an der Hüfte operiert worden und konnte seitdem nicht mehr gehen. Trotzdem habe sie sich geweigert, in ein Altenheim umzuziehen. Seine Tante sei eine "starke Persönlichkeit" gewesen, sagte der Neffe.
Eigene Kinder hatte Capony nicht, wie die Tageszeitung "Nice-Matin" berichtete. Ihr Verlobter sei zu Beginn des Ersten Weltkrieges im Jahr 1914 gefallen, und die Französin habe daraufhin nie geheiratet. Ihre acht Geschwister seien alle schon tot. Im Alter seien jeden Tag zwei Nachbarinnen bei Capony vorbeigekommen und hätten ihr aus der Zeitung vorgelesen - nur die guten Nachrichten allerdings. In Japan war vor einem Monat die älteste Frau der Welt gestorben. Sie war 114 Jahre alt. (apa/red)
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