Mittwoch, 19. September 2007

Auch nach Bush-Rede: Mehrheit der Amerikaner nach wie vor für Irak-Abzug

  • Umfrage: 54 % wollen sofortiges Ende des Einsatzes
  • An Erfolg der US-Streitkräfte glauben nur mehr 42 %

Der Lagebericht des militärischen Befehlshabers im Irak und die von US-Präsident George W. Bush angekündigte Truppenreduzierung haben die Meinung der Amerikaner über den Krieg kaum verändert. 54 Prozent unterstützten noch immer einen umgehenden Abzug der Soldaten aus dem Irak, wie das Meinungsforschungsinstitut Pew mitteilte. Das waren etwa genauso viele wie in den vergangenen Monaten.

Eine Mehrheit von 47 Prozent ist weiterhin davon überzeugt, dass die US-Streitkräfte im Irak scheitern werden. An den Erfolg glauben dagegen nur 42 Prozent. Auch in diesem Punkt gab es damit kaum eine Veränderung gegenüber den Befragungen vom Juli.

Fast die Hälfte (49 Prozent) erklärte, Bush sollte mehr Soldaten abziehen als in der vergangenen Woche angekündigt. Der US-Präsident hatte in einer Fernsehansprache bekräftigt, mindestens 130.000 Soldaten sollten bis August 2008 bleiben oder sogar noch länger. Zwei Drittel der Befragten erklärten, ihre Ansichten über den Krieg hätten sich durch den Bericht von General David Petraeus und Bushs Rede nicht verändert.

Drei US-Soldaten im Irak getötet
Bei einer Bombenexplosion sind nordöstlich von Bagdad drei US-Soldaten getötet worden. Die amerikanischen Streitkräfte erklärten, bei der Detonation seien in der Provinz Diyala drei weitere Soldaten verletzt worden. Einzelheiten wurden nicht genannt. Weiter hieß es, ein anderer Soldat sei bei einem Autounfall in der Provinz Ninevah ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der im Irak getöteten US-Soldaten seit Beginn des Krieges im März 2003 nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP auf 3.786.

(apa/red)

19.9.2007 08:48