Enthafteter 'Islamist' im "Profil"-Interview:
'Halte Mahmoud für einen Dampfplauderer'
- Einer der drei "Islamisten" nimmt öffentlich Stellung
- Beteuert nichts mit dem Droh-Video zu tun zu haben
·Innenminister festigt Kooperation mit FBI
Terror als Hauptthema
bei Gespräch in Wien
·"Onlineüberwachung dringend notwendig"
Platter will Zugriff auf Festplatte ermöglichen
·Berger will Online- Überwachung "light"
Computer von Terroristen
begrenzt durchleuchten
In einem Exklusiv-Interview in der kommenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" nimmt jener Österreicher pakistanischer Herkunft, der am 12. September als einer der drei Islamisten der mutmaßlichen Wiener "Al-Kaida-Zelle" verhaftet und drei Tage später wieder freigelassen worden war, erstmals öffentlich Stellung.
In dem Interview tritt er unter dem Pseudonym Abu Adullatif auf und erklärt, Mohamed Mahmoud, den Hauptverdächtigen in der Affäre um das Drohvideo gegen Österreich, vor etwa zwei Jahren in einer Moschee in Wien kennengelernt zu haben. Er halte ihn für einen "Dampfplauderer", nicht aber für gefährlich.
Abdullatif selbst beteuert, nichts mit dem Video zu tun gehabt zu haben und auch nichts darüber zu wissen, ob Mahmoud plante, Sprengstoff zu besorgen.
Er, Abdullatif, sei zwar als Jugendlicher einige Male in Pakistan zu Besuch bei Verwandten gewesen, jedoch sei er nie in Kontakt mit Personen islamistischer Organisationen gestanden und auch nie eingeladen worden, an Kursen in Trainingscamps teilzunehmen. Die Rolle der derzeitigen pakistanischen Regierung beschreibt der Mann als "Handlanger der Vereinigten Staaten".
Gegen die Islamische Glaubensgemeinschaft Österreichs erhebt Abdullatif im "profil"-Interview schwere Vorwürfe: Man habe sich von ihm distanziert und ihn vorverurteilt, noch bevor ein österreichisches Gericht sich eine Meinung gebildet hätte. Die Funktionäre der Glaubensgemeinschaft würden "nur ihre eigenen Interessen vertreten" und den Islam nicht so darstellen, wie er wirklich sei, sondern ihn so präsentieren, "wie man es von ihnen hören will". Dies führe "nicht zu einem friedlichen Miteinander zwischen Moslems und Andersgläubigen".
Lesen Sie das ganze Interview in der aktuellen "Profil"-Ausgabe!
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