Führerschein schon ab 0,5 Promille weg? Strengere Strafen für Alko-Sünder und Raser
- Als Reaktion auf besonders schlechte Unfallbilanz
- Schnell wird teuer - 30 km/h drüber kosten dann 70
UMFRAGE: Sind Sie für mehr Härte bei Alko-Delikten?

·Härtere Strafen
für die Alko-Sünder?
UMFRAGE: Finden Sie
die Idee Faymanns gut?
·Rasanter Anstieg bei Verkehrsunfällen
Auch mehr Verletzte und Tote durch Alko-Lenker
Strengere Strafen für Alko-Sünder und Raser: Verkehrsminister Werner Faymann will nach der schlechten Unfallbilanz hart durchgreifen. Laut Bericht des "Kurier" soll ihm Innenminister Günther Platter dabei enge Zusammenarbeit zugesagt haben. Die Reaktion aus dem Büro Platters: "Die Pläne Faymanns wurden "vom Innenministerium weder akkordiert noch besprochen. Das sind Vorschläge des Verkehrsministers."
Als Reaktion auf die schlechte Unfallbilanz des ersten Halbjahres 2007 reagierten Faymann mit einem "Zehn-Punkte-Programm zur Verkehrssicherheit", berichtet eine Tageszeitung. Platter hatte seinem Regierungskollegen diesbezüglich angeblich eine enge Zusammenarbeit zugesagt.
Verschärft werden sollen die Alkohol-Kontrollen. Bisher gab es bei 0,5 bis 0,8 Promille Alkohol im Blut lediglich eine Anzeige sowie eine Vormerkung. Künftig soll nicht nur der Führerschein sofort entzogen, sondern auch die Strafen erhöht werden.
Auch beim Schnellfahren wollen Faymann und Platter rigoroser durchgreifen: Bei Geschwindigkeitsübertretungen über 30 km/h sollen mindestens 70 Euro abkassiert werden. So sollen auch Strafen im Ausland exekutierbar werden. "Ich will nicht, dass dann nur die Österreicher zahlen müssen, die Touristen aber wieder straffrei bleiben", betonte Faymann im "Kurier".
Die Erhöhung will Faymann auf Autobahnen so schnell wie möglich umsetzen, der Verkehrsminister will aber auch die Bundesländer zum Mitziehen überreden. Immerhin haben die Länder auf den besonders gefährlichen Freilandstraßen die "Strafhoheit".
(apa/red)
