Mittwoch, 19. September 2007

"Storch" landet im Schildkröten-Gehege: Sieben Babys im Zoo Schönbrunn geschlüpft

  • Babyboom: Nach Panda & Giraffe jetzt Erdschildkröte
  • Riesen-Erdschildkröten sind international gefährdet

Der Babyboom im Zoo Schönbrunn hält weiter an: Ende August sorgte die seltene Geburt eines Panda-Jungen für Aufsehen, wenig später erblickte ein Giraffenbulle das Licht der Welt. Nun hat der Storch auch die Schildkröten-Gehege des Wiener Tiergartens besucht. Vergangene Woche schlüpften vier Riesen-Erd- und drei winzige Sumpfschildkröten, berichtete der Zoo am Mittwoch in einer Aussendung.

Die Schalen der etwa sieben Zentimeter großen Erdschildkröten-Eier knackten nun endlich . Die erfolgreiche Zucht in Zoos sei eine Seltenheit, in Schönbrunn seien nun erstmals Junge geschlüpft, berichtete Zoologe Anton Weissenbacher der APA. Derzeit liegen im Gelege noch fünf weitere Eier, aus denen hoffentlich bald weitere Baby-Schildkröten schlüpfen, so der Zoologe. Riesen-Erdschildkröten werden auf den internationalen Roten Listen als gefährdet eingestuft. In ihrer Heimat in Laos, Vietnam oder Thailand gelten sie als traditionelles Nahrungsmittel.

Nachwuchs gibt es auch bei den heimischen Sumpfschildkröten. Die nur wenige Zentimeter großen, heimischen Tierchen versteckten sich zwischen Wasserpflanzen und wurden erst nach Tagen von Pflegern enteckt. Die drei kleinen Schildkröten sind derzeit bis zu maximal vier Zentimeter groß und passen locker auf eine Handfläche.

Die Zucht der einzigen heimischen Schildkröten-Art funktioniere im Zoo gut, in der Natur sind die Gelege der Tiere allerdings gefährdet, so Weissenbacher. In diesem Jahr wurde daher gemeinsam mit dem Nationalpark Donauauen eine Kampagen zum Schutz der Nistplätze in der freien Natur gestartet. Dabei werden Gelege-Patenschaften für je hundert Euro vergeben.

(apa/red)

19.9.2007 15:46