Schnee raubte Wanderer die letzten Kräfte:
Deutscher stirbt auf Salzburger Berg!
- Kamerad konnte nur einen Mann noch zu Hütte retten
- 42-Jähriger erfriert im Schnee auf 2.000 m Seehöhe
Tragisch hat in Saalfelden im Salzburger Pinzgau eine Bergwanderung dreier deutscher Urlauber geendet. Die Männer waren trotz heftigen Schneefalls in über 2.000 Meter Seehöhe unterwegs. Einer von ihnen schaffte den Weg zur Ingolstädter Hütte (2.119 Meter) nicht mehr und brach erschöpft im Schnee zusammen. Er wurde später von der Bergrettung nur mehr tot geborgen, wie der Saalfeldner Ortsstellenleiter Bernd Tritscher der APA schilderte.
Die etwa 40 Jahre alten Deutschen aus Bamberg (Nordbayern) waren vom Riemannhaus (2.177 Meter) zur Ingolstädter Hütte aufgebrochen. Die Tour dauert bei normalen Bedingungen etwa drei Stunden. Im starken Schneetreiben und tiefen Schnee kamen sie nur sehr langsam voran. Rund 500 Meter vor dem Ziel brach einer von ihnen zusammen. Auch ein zweiter konnte nicht mehr weiter. Der Dritte war noch bei guter Verfassung, er konnte einen der Kameraden bis zur Hütte schleppen, den anderen musste er im Schnee zurücklassen.
Gegen 21.00 Uhr trafen die zwei Männer bei der Hütte im Steinernen Meer ein, der Schwächere war aber schon nicht mehr ansprechbar. Das Hüttenpersonal alarmierte sofort die Bergrettung, die sich gleich auf die Suche nach dem dritten Deutschen machte. Dieser wurde bald gefunden, obwohl er schon zugeschneit war. Der 42-Jährige war bereits tot. Die Bergretter brachten die Leiche noch in der Nacht ins Tal. Einer der Überlebenden wurde am Mittwoch mit starken Erfrierungen ins Landeskrankenhaus Salzburg geflogen. (apa/red)
