Mittwoch, 12. September 2007

Autokosten explodieren im Vergleichstest:
Verbraucherpreise folgen nicht dem Vorbild

  • In letzten zehn Jahren um 23,5 Prozent gestiegen
  • Die Energiekosten sind an der Entwicklung schuld

Vor allem wegen der gestiegenen Rohstoffpreise sind die Kosten für Autos in den vergangenen zehn Jahren stärker gestiegen als jene für den Lebenserhalt.

Nach Angaben von Statistik Austria ist der sogenannte PKW-Index von 1997 bis Ende Juni 2007 um 23, 5 Prozent gestiegen, während der Verbraucherpreis-Index im selben Zeitraum einen Anstieg von 19,8 Prozent verzeichnete. Zu beachten ist allerdings, dass sich die Durchschnittsausstattung der Pkw in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht hat.

Situation in Deutschland
Anders schaut die Situation in Deutschland aus: In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Kosten für die Autoerhaltung im Vergleich zu den Lebenserhaltungskosten fast verdoppelt. Die Preise für Kauf und Unterhalt von Kraftfahrzeugen stieg seit Juli 1997 um 31 Prozent. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um insgesamt 15,6 Prozent.

Hohe Energiekosten schuld
Auch die deutschen Statistiker führen den Preisschub auf die erhöhten Energiekosten zurück. In Deutschland wurde die Besteuerung stärker nach ökologischen Kritereien ausgerichtet als in Österreich. Die Preise für Normalbenzin stiegen in Deutschland in den vergangenen Jahren um gut zwei Drittel und Diesel verteuerte sich um knapp 92 Prozent. In Österreich hingegen stieg Normalbenzin um 35,3 Prozent an und Diesel legte um 56,8 Prozent zu.

Der PKW-Index der Statistik Austria betrachtet neben den Kosten, die durch den Kauf von Autos entstehen, auch die Preise für Betrieb und Instandhaltung. So sind neben den Treibstoffpreisen auch die Preise für das Material, das für Reparaturen notwendig ist, im Index zu finden. Auch die Preisentwicklung bei Parkpickerln, Versicherungen und Mechanikern wird im PKW-Index betrachtet. (apa/red)

12.9.2007 13:34