Mittwoch, 12. September 2007

Dietmar Feichtinger erhält Stahlbaupreis:
Award für Passerelle Simone de Beauvoir

  • Pariser Fußgängerbrücke des Österreichers geehrt
  • Trotz 194 Metern Spannweite sehr schlank & elegant

Der österreichische Architekt Dietmar Feichtinger wurde für die von ihm entworfene Pariser Fußgängerbrücke "Passerelle Simone de Beauvoir" mit dem Europäischen Stahlbaupreis 2007 ausgezeichnet. Die im Juli 2006 eröffnete Brücke verbindet die neue französische Nationalbibliothek Francois Mitterand mit dem Park von Bercy.

Das 21 Mio. Euro teure Projekt, das von der Firma "Eiffel Construction Métallique SA" gebaut wurde, verläuft auf zwei Niveaus. Das obere besteht aus einem Spannbogen, der die große Terrasse der Bibliothek mit dem Park verbindet, das untere aus einem Laufband, das von einem Quai am Seine-Ufer zum anderen führt. An der Stelle, an der sich die beiden Niveaus treffen, entsteht ein überdachter Raum, an dem mobile Kioske und Tribünen eingerichtet werden können. Trotz ihrer Spannweite von 194 Metern wirke sie "sehr schlank und elegant", so der Architekt.

Alle zwei Jahre wird prämiert
Die Europäische Konvention für Stahlbau zeichnet alle zwei Jahre Projekte aus, die einen kreativen Umgang mit dem Baustoff sowie innovative Konstruktionen vorweisen. Die Preise gehen an Projekte aus insgesamt 19 Ländern, die bei der Verleihung einem internationalen Publikum vorgestellt werden.

Echo für Dreiländerbrücke
Erst kürzlich hatte Feichtinger auf sich aufmerksam gemacht: Am 1. Juli dieses Jahres wurde die ebenfalls von ihm kreierte "Dreiländerbrücke", die längste Fußgängerbrücke der Welt, offiziell eröffnet. Sie führt von Weil am Rhein bis Huningue und verbindet somit nahe dem Dreiländereck mit der Schweiz das deutsche mit dem französischen Rheinufer. (apa/red)

12.9.2007 14:08