Mehr Plätze für die Kinderbetreuung fix: In Wien, Salzburg, Steiermark und Burgenland
- Kdolsky für ÖVP-regierte Länder noch am Verhandeln
- Positive Signale auch aus Kärnten von Jörg Haider
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Frauenministerin Doris Bures freut sich über die fixe Zusage der SPÖ-regierten Bundesländer, die Zahl der Kinderbetreuungsplätze aufzustocken. So soll es vor allem für die unter Dreijährigen mehr Kinderbetreuungsplätze geben, berichtet das Radio-Morgenjournal des ORF am Mittwoch. Positive Signale gebe es laut Bures auch aus Kärnten von BZÖ-Landeshauptmann Jörg Haider.
Für die ÖVP-regierten Bundesländer ist Familienministerin Andrea Kdolsky noch am Verhandeln. Vor allem geht es darum, was Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen noch dazu zahlen.
Kein Vorwurf der "Säumigkeit" an Kdolsky
Doris Bures warte auf Informationen über die Verhandlungsergebnisse zwischen Kdolsky und den ÖVP-regierten Bundesländern, meinte sie. Sie geht weiterhin von dem Start der "Kinderbetreuungsoffensive" am 1. Jänner kommenden Jahres aus. "Säumigkeit" wollte Bures der Familienministerin nicht direkt vorwerfen. Eine entsprechende Frage der Journalisten kommentierte sie mit einem "na ja" und verwies darauf, dass man vereinbart habe, bis Mitte September die Verhandlungsergebnisse zu besprechen.
60 Mio. Euro in drei Jahren
Konkret sollen in den nächsten drei Jahren 60 Millionen Euro seitens des Bundes für den Ausbau in den Ländern investiert werden. Die Voraussetzung ist, dass die Länder jährlich 20 Millionen - also ebenfalls insgesamt 60 Millionen - dazu zahlen. Laut Statistik Austria ist die Zahl der Kindergartenplätze von 1996 bis 2006 zurück gegangen. Vor zehn Jahren waren es noch 216.163 Plätze, nun wurden nur noch 195.049 registriert.
Weit entfernt von "Barcelona-Ziel"
Dagegen ist nach Auszahlung der Kindergartenmilliarde die Zahl betreuter unter Dreijähriger gestiegen. 1997 waren es 8.895 Krippenplätze und im Vorjahr schon 16.551. Die EU hat sich zuletzt das Ziel gesetzt, bis 2010 eine Betreuungsquote von 33 Prozent bei unter Dreijährigen zu erreichen. Dass die angekündigten Bundesmittel ausreichen werden, um dieses "Barcelona-Ziel" zu verwirklichen (derzeit hält Österreich bei einer Betreuungsquote von 13 Prozent, auf das Barcelona-Ziel fehlen 48.000 Krippenplätze), ist fraglich. (apa/red)
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