Japan - Startschuss für Mission am Mond:
Trägerrakete brachte Satelliten ins Weltall
- SELENE soll 100km über Mondoberfläche kreisen
- Mehrmals verzögertes Projekt kostet 201 Mio. Euro
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Nach mehrjähriger Verzögerung hat Japan am Freitag die nach eigenen Angaben größte Mondmission seit dem Apollo-Programm der USA gestartet. An Bord einer Trägerrakete wurde der Forschungssatellit SELENE ins Weltall gebracht. Der im Internet übertragene Start von der Insel Tanegashima aus verlief problemlos, die Systeme funktionierten nach Angaben der Raumfahrtbehörde JAXA offenbar normal.
SELENE, der den Namen der griechischen Mondgöttin trägt, soll etwa ein Jahr lang in rund 100 Kilometern Höhe über der Mondoberfläche kreisen. Zwei kleinere Satelliten sollen die Pole des Erdtrabanten umrunden. Die gesammelten Daten sollen Hinweise auf Herkunft und Entwicklung des Mondes geben. Der Start der 32 Milliarden Yen (201 Mio. Euro) teuren Mission war bereits vor vier Jahren geplant, hat sich aus technischen und finanziellen Gründen jedoch mehrmals verzögert. (apa/red)
