OMV unter "Top-40" Energiekonzernen: Öl-Konzern gewinnt international an Bedeutung
- Unter aufstrebendsten europäische Energiekonzernen
- Auch der "Verbund" gehört zu den "Top-50" Europas

·Diesel und Benzin werden erneut teurer
OMV erhöht Preise um zwei bis drei Ct. pro Liter
·OMV unter Top-40 Energiekonzernen
Zählt zu am schnellsten wachsenden Konzernen
Der größte österreichische Energiekonzern OMV gewinnt internationalen an Bedeutung. In einem Ranking der 250 leistungsfähigsten Energieunternehmen der Welt, erstellt vom internationalen Brancheninformationsdienst Platts, ist die OMV heuer von Platz 40 auf Rang 37 vorgerückt: Damit liegt die OMV deutlich vor der ungarischen MOL, die zwar an der Börse nur leicht niedriger bewertet ist, im Platts-Ranking aber nur auf Platz 67 kommt.
Für die Bewertung hat Platts die Faktoren Vermögenswerte, Umsätze, Gewinne und Kapitalrendite kombiniert. Generell haben dabei die Öl- und Gaskonzerne unter den Energiefirmen dank der kontinuierlich hohen Ölpreise und steigender weltweiter Nachfrage ihre dominierende Position in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut.
Das leistungsfähigste Energieunternehmen der Welt war demnach einmal mehr der texanische Konzern Exxon Mobil vor der britischen BP, der niederländischen Royal Dutch Shell, dem kalifornischen Chevron-Konzern und dem französischen Ölriesen Total. Exxon Mobil kommt mittlerweile auf ein Vermögen von 219 Mrd. Dollar (158 Mrd. Euro), BP auf 217 Mrd. Dollar und Shell sogar auf 235 Mrd. Dollar, allerdings bei einer Kapitalertragsmarge von im Branchenvergleich etwas schwächeren 20 Prozent.
Chinesen holen auf
Auf den sechsten Rang vorgestoßen ist der chinesische Ölkonzern PetroChina mit 88 Mrd. Dollar Umsatz und Assets im Wert von 114 Mrd. Dollar. Der Konzern liege damit schon vor vielen seit langem etablierten Energieunternehmen - etwa dem norwegischen Statoil-Konzern (Platz 7), der italienischen ENI (8) oder der russischen Lukoil (12). Die Ölförderung von PetroChina sei dem Fördervolumen von OPEC-Produzenten mittlerer Größe mittlerweile ebenbürtig und gemessen allein am Gewinn sei Petrochina das vierterfolgreichste Energieunternehmen der Welt, betonte Platts.
Die einzigen neuen Unternehmen unter den Top-20, die nicht zur Erdöl- und Erdgasbranche gehören, sind die französischen Energiegroßversorger EdF Energy auf dem 14. Platz und Suez auf Rang 20. Österreichs größte Stromkonzerne Verbund und EVN haben sich vom 151. auf 129. bzw. von 228. auf 219. Platz vorgearbeitet. Innereuropäisch hat der Verbund damit den Sprung unter die 50 größten Energieunternehmen des Kontinents geschafft.
Das am schnellsten wachsende Energie-Unternehmen kommt derzeit aus dem Steinkohle-Abbau - die Firma Hwange Colliery Co. mit einer 3-jährigen Wachstumsrate von knapp 400 Prozent und einer Kapitalrendite von 68 Prozent - gefolgt vom russischen Energiekonzern Unified Energy System (UES) unter der Führung des früheren Politikers Anatoli Tschubais mit fast 150 Prozent Wachstum, dem texanischen Gaskonzern Energy Transfer Partners mit einem Umsatzplus in 3 Jahren von 140 Prozent und dem chinesischen Kraftwerksbetreiber China Resources Power mit einer 3-jährigen Wachstumsrate von 131 Prozent.
(apa/red)

