Meinl-European-Aktie schwer unter Druck: 10-Prozent-Absturz an der Wiener Börse
- Werteverfall nach Rückstufung auf Prädikat "Junk"
- Papiere erstmals unter 9 Euro-Marke gerutscht

·Immer top-aktuell: Börsenkurse LIVE
ATX, DAX & Co - Laufend aktuelle Kurswerte
·"profil": MEL-Skandal erfasst die Meinl Bank
Reiter zurückgetreten, Sonderprüfung geplant
·FORMAT: Rasinger gerät in MEL-Strudel
Bank mit Zahlungen
an Kleinanlegerverein
·Meinl-Bank zahlt erste Entschädigungen
Flut an Verkauf-Orders überforderte Institut
Der Wertverfall der "Aktie" der Immobiliengesellschaft Meinl European Land (MEL) hat sich beschleunigt. Die Ratingagentur Fitch hatte den Anleihen der MEL bereits zuvor das Prädikat "Junk" verliehen. Nun setzte die Bestätigung, dass die österreichische Aufsichtsbehörde ihre Ermittlungen in der gesamten Causa Meinl ausdehnt, die Zertifikate abermals schwer unter Druck.
Die Papiere der Meinl European Land stürzten an der Wiener Börse kräftig ab: Die Zertifikate notierten erstmals unter 9 Euro, nämlich bei 8,80 Euro - ein Minus von 10,7 Prozent.
Anlegerschützer Rasinger empfahl dem MEL-Management unterdessen, sich "freiwillig" aus dem Prime-Segment der Wiener Börse zurückzuziehen. MEL solle sich so lange vom Prime Market fernhalten, bis die angekündigte "mustergültige Einhaltung der Corporate Governance-Regeln" gewährleistet sei.
Als "Zeichen des guten Willens" solle die Meinl-Bank ferner eine "signifikante Anzahl" von MEL-Aktien zu 20,5 Euro zurückkaufen, forderte Rasinger. Dies entspricht dem Durchschnittskurs der für Meinl European Land getätigten massiven Aktienrückkäufe. Weiters verlangte der Interessensverband der Anleger (IVA) des Anlegerschützers Rasinger "Transparenz über die MEL- Finanztransaktionen".
(apa/red)

