14.9.2007 13:37

"Österreich am Ball" startet mit Kampagne:
Wollen Image der EURO 2008 verbessern

  • Soll Betonung auf nichtsportliche Aspekte legen
  • EURO als gesellschaftliche Chance für Österreich

Diese Initiative kommt gerade zur rechten Zeit. Nachdem die rot-weiß-rote Nationalmannschaft mit ihren traurigen Vorstellungen gegen Japan und Chile nachdrücklich Negativ-Werbung für die gemeinsam mit der Schweiz zu veranstaltende Fußball-Europameisterschaft 2008 betrieben hatte, präsentierte die Initiative "Österreich am Ball" in der Wirtschaftskammer in Wien den Start ihrer "Image-Kampagne" für dieses historische Sportereignis mit Betonung des nichtsportlichen Aspekts.

Die Wiener Agentur Dirnberger de Felice, Sieger einer mehrstufigen Ausscheidung, wird TV-Spots und Print-Sujets, die stark mit der Community "fußballverbindet.at" vernetzt sind, umsetzen. Auf dieser Kommunikationsplattform können User auch aktiv Teil der Kampagne werden und ganz Österreich mitteilen, warum sie bei der UEFA EURO 2008 am Ball sein werden.

Die Imagekampagne ist nach der Initiative 2008 Österreich am Ball, die seit 12. März mit zahlreichen Maßnahmen quer durch Österreich reist, der nächste Schritt der Veranstalter, im Land das Bewusstsein für diese einmalige Chance zu schaffen bzw zu schärfen. Sie soll zeigen, dass die EM 2008 bei weitem nicht nur ein sportliches Ereignis ist, sondern eines, das alle Gesellschaftsschichten betrifft und viele nutzen könnten.

"Österreich schon jetzt Europameister"
"Wir wollen den Leuten vermitteln, dass die Bedeutung der EURO weit über den Fußball hinausgeht, sie ist Wirtschaftsfaktor, Medienereignis, Kulturmotor und Party zugleich. Und in der Kosten-Nutzen-Rechnung ist Österreich schon jetzt Europameister", betont Heinz Palme, Koordinator der Bundesregierung und Geschäftsführer.

"Wir können uns leider nicht nur auf die Mannschaft verlassen", meinte Peter Dirnberger in Anspielung auf die jüngeren Vorstellungen der Hickersberger-Elf, allerdings mit dem optimistischen Zusatz, "das wird vielleicht noch kommen". In der Imagekampagne sei die Relevanz des Themas zu ändern, die Chance für Österreich und jeden einzelnen (vor allem wirtschaftlicher, aber auch gesellschaftlicher Art) anzusprechen. Die Botschaft ("Sei dabei beim großen Ereignis") ist auch jenen zu vermitteln, die gegenüber der EURO (noch) negativ eingestellt sind (kein Interesse am Fußball, wir haben eh' keine Chance, des brauch' ma net, was hab' i davon). Jetzt ist Österreich am Ball und sagt Servus zur EURO 2008.

EURO soll Arbeitsplätze schaffen
"Die EM bringt Österreich geschätzte Wertschöpfungseffekte von 321 Millionen Euro. Dazu wird es rund 5.400 neue Vollzeitarbeitsplätze geben. In der Tourismusbranche freut man sich schon jetzt auf bis zu einer Million zusätzliche Übernächtigungen und rechnet damit, dass etliche der Schlachtenbummler auch später Österreich besuchen", so Palme, der das Steueraufkommen mit wahrscheinlich 150 bis 200 Millionen Euro beziffert. Geplant sind weitere Aktivitäten, vor allem auch mit dem Wintersport.

"Für mich ist die einzige Herausforderung der Vergleich mit Deutschlands WM 2006", meinte Beppo Mauhart. "Wir sollten den Ehrgeiz haben, Europameister der Gastfreundschaft zu werden", sagte der langjährige ÖFB-(Ex)-Präsident auch in Anspielung an gewisse Probleme mit dem ersten Wiener Bezirk (Fanmeile). Mauhart, der am Freitag seinen 74. Geburtstag feierte und aus diesem Anlaß eine Torte erhielt, hatte schon in seiner aktiven Präsidentenzeit mit großer Energie (Palme: "Auch Sturköpfigkeit") das Projekt Österreich als EM-Veranstalter verfolgt.

14.9.2007 13:37
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