Große Sensation in Paris: Starke Schotten besiegen Vizeweltmeister Frankreich mit 1:0
- Italien siegt dank Di Natale in der Ukraine mit 2:1
- England nach 3:0 gegen Russland wieder auf Kurs

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Schottland hat für die große Sensation gesorgt und Vizeweltmeister Frankreich in Paris 1:0 besiegt. Dank eines Weitschuss-Treffers von McFadden in der 64. Minute stellten die Schotten das Geschehen in der Quali-Gruppe B völlig auf den Kopf. Geleitet wurde die Partie, bei der die Schotten den ersten Sieg in Frankreich seit 57 Jahren feierten, vom österreichischen Referee Konrad Plautz.
Da Weltmeister Italien in der Ukraine aufgrund von zwei Di-Natale-Toren den erhofften Befreiungsschlag landete und 2:1 gewann, führt nun in der Tabelle Schottland (21 Punkte/9 Spiele) sensationell vor den WM-Finalisten Italien (20/9) und Frankreich (19/9). Frankreich hatte zwar gegen die Schotten deutlich mehr vom Spiel, doch der haltbare Weitschuss von McFadden versetzte die tausenden mitgereisten Schotten in Ekstase. Die Schotten hatten bereits das erste Quali-Match gegen die Franzosen in Glasgow mit 1:0 für sich entschieden.
Weltmeister Italien hat wieder Kurs Richtung EURO genommen. Die Italiener feierten im Schlüssel-Auswärtsspiel in Kiew gegen die Ukraine den herbeigesehnten Erfolg. Matchwinner war vor 42.000 Zuschauern Udinese-Mittelfeldspieler Di Natale, der beide Treffer erzielte (40., 77.). Der Ukraine, die im EM-Rennen damit weit zurückgeworfen wurde, war zwischenzeitlich durch Schewtschenko der Ausgleich gelungen (72.). Damit haben die Italiener, bei denen sich Stargoalie Buffon einige Male auszeichnen musste, den für die Endrunde benötigten zweiten Tabellenplatz wieder zurückerobert. Und plötzlich hätte bei jetzigem Stand der Dinge das bis dahin so souveräne Frankreich als Dritter den "Schwarzen Peter".
Aufatmen bei England
Neben Italien hat auch England den wichtigen Pflichtsieg geschafft. Die "Three Lions" setzten sich in der Gruppe E wie bereits gegen Israel auch gegen Russland im neuen Wembley-Stadion 3:0 durch. Die Treffer erzielten Owen (7., 31.) und Ferdinand (84.). Die Engländer haben nun im Rennen um Rang zwei hinter Kroatien zwei Zähler Vorsprung auf Russland.
In Gruppe D scheint das Quali-Rennen hingegen gelaufen zu sein. Nach Deutschland steht nun auch Tschechien mit eineinhalb Beinen bei der EM in Österreich und der Schweiz. Im direkten Duell um Rang zwei setzten sich die Tschechen in Prag gegen Irland dank eines Jankulowski-Treffers (15.) 1:0 durch. Die hinter Deutschland zweitplatzierten Tschechen weisen drei Spiele vor Schluss sechs Punkte Vorsprung auf die Iren auf.
Spanier auf EURO-Kurs
Spanien hat wieder sehr gute Karten auf die Teilnahme an der EURO 2008. Die Iberer setzten sich in Gruppe F daheim gegen Lettland dank Treffern von Xavi (13.) und Torres (85.) 2:0 durch. Gleichzeitig profitierten die Spanier vom neuerlichen Umfaller der Nordiren, die sich nach dem 0:1 am Samstag in Lettland nun auch auf Island 1:2 geschlagen geben mussten. Damit führt nun das diesmal spielfreie Schweden (19 Punkte/8 Spiele) vor Spanien (19/9), Nordirland (16/9) und Dänemark (14/8).
Portugal hat hingegen nach dem 2:2 am Samstag daheim gegen Polen auch gegen Serbien vor Heimpublikum nur einen Punkt erobert. Simao brachte Portugal früh in Führung (11.), doch wie gegen Polen musste man den späten Ausgleich hinnehmen. Für Serbien traf Ivanovic (86.). Der Vierkampf um die zwei EM-Plätze bleibt damit packend, Polen (21/11) führt vor Finnland (19/11), Portugal (17/10) und Serbien (16/10).
(apa/red)










