Zutritt ins Stadion funktioniert reibungslos:
Aber kein Wunder bei nur 12.000 Zusehern
- 20 zusätzliche Drehkreuze wurden bereits installiert
- Nicht nur das Spiel, auch das Essen ziemlich grauslich

Im Gegensatz zur Nationalmannschaft EURO-reif, weil problemlos, hat sich der Zutritt zum Ernst-Happel-Stadion vor dem Fußball-Länderspiel zwischen Österreich und Chile präsentiert. Umfangreiche Maßnahmen wie die Installation 20 zusätzlicher Drehkreuze zu den vorhandenen rund 40 sollten vermeiden, dass es zu ähnlichen Problemen kam wie vor dem Spiel gegen Tschechien im August. Damals warteten zahlreiche Fans minutenlang nach Spielbeginn auf ihren Einlass und waren dementsprechend verärgert.
Die Einschränkung zur bescheinigten EURO-Reife: Den ohnehin schon bescheidenen Andrang zum Chile-Match hätten wohl auch die ursprünglich vorhandenen Drehkreuze alleine rechtzeitig bewältigt. Gerade einmal 12.000 Unentwegte hatten sich ins Stadion verirrt und wurden prompt mit einem Unspiel der österreichischen Mannschaft bestraft.
Die Ordner verbrachten jedenfalls einen eher entspannten Abend. Mehr als ein "Keine Probleme" war ihnen nicht zu entlocken. Weitere Anfragen seien ausschließlich an die Geschäftsführung der Securitas zu richten, hieß es wortkarg. Die Spitzen der Wiener Polizei, allen voran Vizepolizeipräsidentin Michaela Pfeifenberger und der Leiter der sicherheits- und verkehrspolizeilichen Abteilung, Peter Goldgruber, konnten sich "in Ruhe einmal anschauen, wie das ablaufen sollte", wie sie der APA sagten.
Qualität des Essens entsprach der des Spiels
Wenig europareif präsentierte sich das "kulinarische" Angebot im Büfett im Sektor E. In mehligen Weckerln wurden oft lauwarme Würstel gesteckt. Das nannte sich Hotdog: "Des schmeckt so, wie unsere spieln", machte ein Zuschauer seinem Unmut Luft. Als Alternative gab es Fleischlaibchen, die Schnitzelsemmeln waren nach der Pause nicht mehr zu erhalten. Als Wegweiser zu diesen "Köstlichkeiten" diente ein Pappteller, behelfsmäßig an die Wand geklebt mit dem handschriftlichen Text "Essen" plus Richtungspfeil. "Unsere Kantine am Land kann mehr. Und wir spielen in der zweiten Klasse", raunte ein Gast in der Warteschlange.
Seitens des zuständigen Caterers Wigast hieß es, man sei selbstverständlich im Stadion gewesen und habe die Qualität des Angebots kontrolliert. Es könne sich wohl nur um punktuell auftretende Probleme gehandelt haben. Prinzipiell habe die Wigast einen Plan für Investitionen im Büfett-Bereich in der Lade. Die Rahmenbedingungen seien nicht ideal, Teil eines Umbaus in dem Bereich wäre auch ein Überkopfleitsystem.
Bei EM gibt's Carlsberg, Coca Cola und McDonald's
Bei der EURO dürfte das Gastro-Angebot ein bisschen anders aussehen. Veranstalter ist dann die UEFA, welche die EURO-Sponsoren zum Zug kommen lassen wird, sagte Pascale Vögeli, Mediensprecherin der EURO 2008. Das sind Carlsberg, Coca Cola und McDonalds. "Mit den Testspielen kann man das nicht vergleichen. Das wird auch ganz anders aussehen. Wie das Angebot an den Ständen ergänzt werden wird, kann ich aber noch nicht sagen", meinte die Sprecherin.
Die Wigast hat sich für das ergänzende Speisenangebot bei der EURO ebenfalls bereits beworben, sagte die Sprecherin des Unternehmens. Dabei wurde auch eine Auflistung des Speisensortiments abgegeben. Die Entscheidung stehe noch aus.
(apa/red)










